Bücherei-Knigge

 

 

Dos & Don'ts: Der große Bücherei-Knigge

Durch die Garderobe
Ablegen macht leicht. Und glücklich! Lassen Sie Ihre Tasche(n) in den Schließfächern im Erdgeschoss. Das kostet nichts und erhöht Ihren Bewegungsfreiraum beim Benutzen der Bibliothek. Außerdem ersparen Sie uns und Ihnen die unangenehme Taschenkontrolle, mit der wir uns gegebenenfalls vergewissern, dass sie eh unnötig gewesen wäre, die Kontrolle.

Mit Tieren
Auch wenn Ihr Hausgenosse keiner Seele was antun würde - es gibt Leute, die das Lächeln des harmlosen Wesens als Zähnefletschen missverstehen. Und auch wenn Sie Ihren Vier- oder Nochmehrbeiner für sehr intelligent halten - wir versichern Ihnen, dass er von unserem Medienangebot nichts haben (und selbst die "Farm der Tiere" nicht verstehen) wird. Wir bitten Sie daher, als Tiere zu identifizierende Lebewesen auf keinen Fall in die Bibliothek mitzubringen. Das gilt in Ermangelung einer artgerechten Serviceeinrichtung auch für den Eingangsbereich der Bücherei.

Vor-Ort-Nutzung
Wieso Sie in den Bibliotheksräumen nicht Essen, Trinken und Rauchen dürfen, müssen wir Ihnen sicher nicht erst erklären. Wir tun es trotzdem: Wir bemühen uns, die Medien vollständig und in einem unversehrten, sauberen Zustand anzubieten. Es wäre daher nicht nur anständig von Ihnen, sondern auch in Ihrem eigenen Interesse, mit uns für ein langes Medienleben in Schönheit und Funktionstüchtigkeit Sorge zu tragen. Das gilt auch und vor allem dann, wenn Sie die Medien bei sich zu Hause benutzen. CDs als Tischunterlage beim Essen und Trinken, Käse-Rinden als Lesezeichen oder Bücher als Begleiter in der Badewanne tragen wesentlich zur Verschlechterung der Benutzungsqualität von Medien bei - und können sogar zu deren frühzeitigen Hin- und Ausscheiden führen.

Vor der Ausleihe
Sie kennen doch sicher die Story, dass jemand am Schwarzmarkt in Neapel einen niegelnagel-neuen, tadellos verpackten CD-Player zu erstehen glaubt - und zu Hause einen großen Ziegelstein auspackt. So etwas sollte Ihnen beim Ausleihen von Medien nicht passieren. Daher empfehlen wir Ihnen, auch vor der Ausleihe zu kontrollieren, ob alles beisammen ist, was zusammen gehört - sprich: ob alle Komponenten oder eventuelle Beilagen vorhanden und keine gröberen Schäden sichtbar sind. Damit verhindern Sie, dass wir bei deren Rückgabe auf die Idee kommen, Sie nach der Herkunft der Kaffeeflecken-Serie im arglos zurückgegebenen Bildband oder dem Verbleib eines CD-Booklets zu fragen - und nötigenfalls Ersatz zu fordern.

Zwischen den Regalen
Wir bemühen uns täglich, die thematische, bzw. alphabetische Ordnung in den Regalen wiederherzustellen. Prüfen Sie uns bitte nicht dahingehend, ob wir auch falsch eingeordnete Medien wiederfinden. Und auch wenn Sie besonders originell vorgehen und ein neues, ausgetüfteltes Ordnungssystem kreieren, werden wir das mit größter Wahrscheinlichkeit weder lustig noch gar hilfreich finden. Sollten Sie nicht mehr so genau wissen, wo Sie ein Medium aus dem Regal genommen haben und/oder mit dem Alphabet auf Kriegsfuß stehen, geben Sie es bitte einer Mitarbeiterin oder legen Sie es auf einen der Tische. Und sollten Sie im Zuge Ihrer Recherche genutzte Medien in eigens angelegten "Nestern" horten, bitten wir Sie, diese nach getaner Arbeit wieder abzutragen.

Am Ausgang
Testen Sie bitte nicht unsere Sicherungsanlage. Sie funktioniert genauso gut wie andere handelsübliche Anlagen auch. Und wir versprechen Ihnen: Sie ist eingeschaltet! Verbuchen Sie daher alle Medien, die Sie entleihen wollen an den Selbstverbuchern. Und schauen Sie vor Durchqueren der Schleuse sicherheitshalber noch einmal in allen mitgebrachten Taschen nach, ob da nicht versehentlich... aber das wird bei Ihnen sicher nicht vorkommen.

Im Stillen
Nur ein stummes Handy ist in der Bibliothek ein gutes Handy. Das gilt sowohl im Hinblick auf die nervtötenden Klingeltöne, die bekanntlich nicht zum Zweck der Unterhaltung von Zwangsmithörern komponiert werden, als auch für das von diesen Geräten entfesselte Bedürfnis, beim Sprechen zu schreien. Wir bitten Sie daher, Ihr Handy in der Bibliothek allenfalls zum (lautlosen) Spielen oder Versenden und (lautlosen) Empfangen von SMS - "...bin gerade auf Seite 824 / lese die restlichen 198 Seiten noch schnell zu Ende..." - zu verwenden. Wenn Sie nicht wissen, wie man das mobile Helferlein auf stumm schaltet oder es nicht aushalten, eingehende Anrufe unbeantwortet zu lassen, dann schalten Sie's bitte vorher aus. Wer in der Bibliothek lautstark telefoniert, wird streng gemahnt und böse angestiert! Das gleiche gilt für Schrei-Kontakte zwischen den Regalen (..."Hey - stehen bei dir beim 'S' drüben auch so viele Bücher mit 'K' drin wie hier beim 'B'?"). Es gibt Leute, die in die Bibliothek kommen, weil es bei ihnen zu Hause zu viel Krach gibt. Lassen wir sie hier doch in Ruhe lesen oder studieren!

Mit Kindern
Die Kinderbücherei ist eigentlich nicht zum Abgeben von Kindern da. Unsere Mitarbeiterinnen haben weder die Zeit noch die Ausbildung zum Kinderhüten - und vor allen Dingen nicht die Nerven, die gesamte Bibliothek nach abgängigen Erwachsenen zu durchsuchen. Im Idealfall besuchen erwachsene LeserInnen mit ihren Kindern die Kinderbücherei und bringen ihnen den Umgang mit Büchern und anderen Medien nahe. Unsere Mitarbeiterinnen stehen Ihnen dabei gern und mit ganzem Einsatz zur Verfügung.


Am Tagesende
Es gibt fraglos unzählige Gründe, wieso Sie zur angegebenen Schließzeit noch nicht zum Verlassen der Bibliothek bereit sind. Wir wollen sie zwar alle wissen, aber erst am nächsten Öffnungstag. Bitte verlassen Sie die Bibliothek zum angegebenen Zeitpunkt. Wenn Sie sich mit Mitarbeiterinnen unterhalten wollen, sprechen Sie sie während der Öffnungszeiten an und warten Sie nicht, bis man Sie in Form einer Aufforderung zum Gehen anspricht. Für die armen Mitarbeiterinnen bedeutet das Ende der Öffnungszeit nämlich noch nicht Dienstschluss. Sie müssen nach Torschluss nämlich nicht nur das Licht löschen ...

Copyright: Büchereien Wien

Hausordnung der Stadtbücherei

Bitte wählen Sie Ihre Cookie Präferenzen...