Ausbildungsbericht Verwaltungsfachangestellte

 

Im Sommer 2013 habe ich meine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten bei der Stadtverwaltung Hilden angefangen und bin jetzt im dritten Jahr. Bezüglich meiner Berufswahl kann ich sagen, dass ich meine Entscheidung, die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten anzufangen, nicht bereue.

Die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten ist sehr abwechslungsreich und vielseitig. Man erlernt sehr viel Neues, was nicht nur für den Arbeitsalltag, sondern auch für das private Leben hilfreich ist.

Der schulische Teil der Ausbildung findet an zwei Wochentagen im Bergischen Studieninstitut und im Berufskolleg in Wuppertal statt. In Fächern wie Ordnungsrecht, Kommunalrecht oder Finanzmanagement werden wir nicht von Berufsschullehrern, sondern von praxiserfahrenen Dozenten, die schon viele Jahre selbst in der Verwaltung tätig sind und ihr Wissen gerne mit den Schülern teilen, unterrichtet. So wird der Stoff viel lebendiger übermittelt und mit vielen Beispielen aus der Praxis verdeutlicht. Jedes Jahr schreiben wir in fast allen Fächern „ganz normale“ Klausuren, die man auch schon aus der Schulzeit kennt.  Im zweiten Ausbildungsjahr wird eine Zwischenprüfung geschrieben. Dies hilft die möglichen Wissenslücken zu erkennen und diese bis zur Abschlussprüfung aufzuarbeiten. Wenn wir die Abschlussprüfung beim ersten Versuch bestehen, bekommen wir von der Stadt sogar eine Geldprämie. Das Lernen loht sich also ;)

Der praktische Teil der Ausbildung verläuft in verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung. Die Ausbildungsabschnitte sind in der Regel auf vier bis fünf Monate festgelegt, so hat man genügend Zeit und Möglichkeiten, sich ein Bild von jedem Arbeitsbereich zu machen. Die zuständigen Kollegen sind sehr hilfsbereit und aufmerksam den Nachwuchskräften gegenüber und jederzeit bereit unsere Fragen zu beantworten. Mögliche Einsatzämter sind das Haupt- und Personalamt, das Ordnungsamt, das Amt für Soziales und Integration, das Bürgerbüro und das Standesamt. Außerdem werden in Wahlzeiten Azubis gerne im Wahlamt eingesetzt. Manchmal arbeitet man hinter verschlossenen Türen, aber zum Beispiel im Ordnungs- oder im Standesamt hat man täglich sehr viel Publikumsverkehr.

Es kommt vor, dass aufgrund von personellen Ausfällen Azubis teilweise Vertretung für ausgebildete Sachbearbeiter übernehmen. In solchen Situationen ist ersichtlich, wie sehr die Stadt Hilden ihre Azubis braucht und welch hohes Vertrauen sie ihnen gegenüber zeigt. Das eigenverantwortliche Arbeiten bereitet mir immer besondere Freude und gibt die Möglichkeit, sich von der besten Seite zu präsentieren.

Jedem, der gerne Kontakt zu Menschen hat, Interesse an der praktischen Umsetzung von  Gesetzen hat und bereit ist Neues zu lernen, kann ich eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten nur empfehlen.

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