Grundstücksgesellschaft gewinnt exportstarken Automobilzulieferer für Hilden

Seiris baut auf 3.500 m² im Gewerbegebiet Kreuz Hilden

 

3.500 m² hat die städtische Grundstücksgesellschaft (GkA) im Gewerbegebiet Kreuz Hilden an Seiris, einen Zulieferer von Blechumformteilen für Nutzfahrzeuge, verkauft. Damit holt die GkA nicht nur Automotive-Know-how sondern auch neue Arbeitsplätze nach Hilden. „Seiris ist ein wettbewerbsfähiger Produktionsbetrieb mit einem hohen Exportanteil“, erklärt GkA-Geschäftsführer Christian Schwenger. „Dafür ist der Standort im Hildener Norden ideal!“

 Das sehen die drei Geschäftsführer und Namensgeber Sebahattin, Irfan und Isan Birinci genauso. „70 Prozent unserer Produkte liefern wir ins europäische Ausland, zum Beispiel nach Belgien, Frankreich, Spanien und Rumänien“, berichtet Vertriebsleiter und Ingenieur Irfan Birinci. „Die Straße ‚Nordpark‘ ist fast direkt an die A46 und an die A3 angebunden.“

 Neben der verkehrsgünstigen Lage war die Größe des Grundstücks entscheidend. „An unserem jetzigen Firmensitz in Düsseldorf stehen uns gerade einmal 500 m² zur Verfügung“, erläutert Irfan Birinci (46). „Die Räume sind zu klein, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.“ Auf den 3.500 m² in Hilden entstehen bis Ende 2019 unter anderem zwei Hallen, ein zweigeschossiges Bürogebäude und Stellplätze, davon drei mit einer solargespeisten Ladestation. Damit Seiris bei Bedarf weiter expandieren kann, hat die GkA dem Unternehmen 1.200 m² des angrenzenden Geländes reserviert. „Die Erweiterungsfläche erlaubt es uns, langfristig in Hilden zu planen und zu bleiben“, freut sich Irfan Birinci.

 „Den Platz werden wir in Zukunft brauchen“, ist Isan Birinci (44), Ingenieur und technischer Leiter, überzeugt. „Schon heute befindet sich in fast allen Lkws, die auf den Straßen Europas fahren, ein Stanz-, Biege- oder Pressteil von Seiris. „Wir sind schnell, flexibel und zuverlässig. Das schätzen die Kunden.“ Immer wieder erreichen das Unternehmen auch Anfragen zu Produktentwicklungen. „Das Fachwissen, um zu forschen und neue Komponenten für die E-Mobilität zu entwickeln, ist vorhanden. Bisher haben uns aber die nötigen Kapazitäten gefehlt“. Drei bis vier zusätzliche Werkzeugmacher/innen, Konstrukteurinnen und Konstrukteure will das mittelständische Unternehmen deshalb zeitnah einstellen. Mittelfristig sollen es bis zu 35 Beschäftigte werden.

 Dass der Familienbetrieb einmal diese Größe haben wird, hat Fertigungsleiter Sebahattin Birinci (55) bei der Unternehmensgründung nicht zu träumen gewagt. Der älteste der drei Brüder ist 2004 mit einer 150 m²-großen Werkstatt gestartet. „Heute stellen wir sicher, dass europaweit Fertigungslinien mit qualitativ hochwertigen Produkten versorgt sind“, berichtet Birinci. „Und unser Entwicklungspotential ist noch längst nicht ausgeschöpft!“