Sofortstart statt Aufwärmphase für Hildens neuen Wirtschaftsförderer Kai Kröger

 

Gerade mal eine Woche ist Hildens neuer Wirtschaftsförderer Kai Kröger im Amt, aber sein Terminkalender platzt bereits aus allen Nähten: So schnell wie möglich möchte der 38-Jährige Unternehmen, Politik und die Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung kennenlernen. „Kontakte sind das A und O“, weiß der Raumplaner und Immobilienökonom. „Eine der wichtigsten Aufgaben der Wirtschaftsförderung ist es, die unterschiedlichen Akteure mit ihren Ideen und Projekten zusammenzubringen.“ Außerdem müssen jetzt der nächste Wirtschaftsförderungsausschuss und die Ausbildungsbörse im April vorbereitet werden.

Aber „vom Schreibtisch aus lernt man die Stadt nicht kennen“, findet der Generalist. „Ich bin neugierig, offen und arbeite am besten, wenn ich direkt ins kalte Wasser springe.“ Das nötige Know-how zum Schwimmen bringt Kai Kröger mit: Er hat Raumplanung an der Universität Dortmund und Immobilienökonomie an der IREBS Immobilienakademie der Universität Regensburg studiert. Zuletzt entwickelte er für die Allbau GmbH Immobilienprojekte. Der Bauträger ist zugleich Essens größter Anbieter von Mietwohnungen.

„Ich bin froh, dass ich die Perspektive der Investoren und Entwickler kennengelernt habe“, berichtet Kai Kröger. „Das war spannend und auch lehrreich.“ Zuvor arbeitete Kröger vor allem für öffentliche Institutionen, zum Beispiel für die Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft in Rheine und für die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft in Solingen. Jetzt möchte er Hilden noch weiter nach vorne bringen. „Hilden ist ein toller Wirtschaftsstandort. Ich freue mich darauf, ihn langfristig zu sichern und vorhandene Potentiale zu nutzen.“

Um die Qualitäten der Itterstadt weiß der gebürtige Solinger: „Hilden ist hervorragend angebunden und hat den Strukturwandel erfolgreich gemeistert. Wir haben einen breit gefächerten Branchenmix und verschieden große Unternehmen. Auf 100 Füßen steht eine Stadt langfristig einfach besser als auf wenigen.“ Die wollen allerdings auch gepflegt werden. Deshalb setzt Kai Kröger einen Arbeitsschwerpunkt auf die Bestandsbetreuung.

„Mein Team und ich sind Dienstleister der lokalen Wirtschaft. Aber nur wenn wir wissen, wo der Schuh drückt, können wir helfen“, betont Kai Kröger. Deshalb möchte er eng mit den Unternehmen zusammenarbeiten. „Manche Fakten werden wir nicht ändern können, zum Beispiel, dass Grundstücke knapper werden“, weiß der neue Wirtschaftsförderer. „Aber wir können die Branchen enger verzahnen, zwischen den Interessengruppen vermitteln und Plattformen für Austausch schaffen – zum Beispiel mit Forschungseinrichtungen.“ Bei den vielen Aufgaben sei er froh, von seinem Vorgänger Peter Heinze ein Team übernommen zu haben, „dass gut vernetzt und sehr kompetent ist.“