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im Folgenden finden Sie einige Highlights der Hildener Kultur. 

04.04.2017

„Wittgensteins Neffe“

Lesereihe mit Gerhard Ferenschild


Wilhelm- Fabry- Museum, Benrather Straße 32a
19:30 bis 21:00 Uhr
Eintritt frei, um eine kleine Spende wird gebeten.
Im März startete das Wilhelm-Fabry-Museum mit Gerhard Ferenschild eine neue, dreiteilige Lesereihe. Am 9. Mai, um 19.30 Uhr endet die Reihe. Thomas Bernhards (1932 - 1989) Erzählung „Wittgensteins Neffe. Eine Freundschaft“ aus dem Jahr 1982 thematisiert Bernhards enge persönliche Beziehung zu Paul Wittgenstein (1907 - 1979), dem Neffen des Philosophen Ludwig Wittgenstein, in den letzten zwölf Jahren seines Lebens von 1967 bis 1979. Dabei denkt der Erzähler über das Verhältnis von körperlicher und psychischer Krankheit nach und bietet ein Panorama der österreichischen Gesellschaft, das in typisch Bernhardscher Manier Litanei, Suada und bösen Humor treffsicher vereint. Zu Beginn der Erzählung liegen beide im Wiener Krankenhaus auf der Baumgartner Höhe, der Erzähler in der Lungenabteilung und der Freund in der Abteilung für Geisteskranke. Im weiteren Verlauf wird der Leser Zeuge der exzentrischen Lebensgeschichte Paul Wittgensteins – einem Spross einer der reichsten Familien Österreichs –, der Freundschaft zum Erzähler sowie der Verarmung, Vereinsamung und des Verfalls des titelgebenden Protagonisten. Bernhard gelingen präzise Schilderungen, die meist von einem zutiefst einfühlsamen Humor begleitet sind, dem es an Schärfe nicht fehlt. „..., aber ich hatte nicht die Kraft, das Buch in die Hand zu nehmen, weil ich ein paar Minuten vorher erst aus einer mehrstündigen Narkose aufgewacht war, in die mich jene Ärzte versetzt hatten, die mir den Hals aufschnitten, um aus meinem Brustkorb einen faustgroßen Tumor herausoperieren zu können. Ich erinnere mich, es war der Sechstagekrieg und als Folge meiner radikal an mir vorgenommenen Cortisonbehandlung entwickelte sich mein Mondgesicht, wie von den Ärzten gewünscht; während der Visite kommentierten sie dieses Mondgesicht auf ihre witzige Art, die selbst mich, der ich, nach ihrer eigenen Aussage, nur noch Wochen, im besten Fall Monate zu leben hatte, zum Lachen brachte.“ (S. 7) Marcel Reich-Ranicki kommentierte: „Nie hat Bernhard menschenfreundlicher und zärtlicher geschrieben.“ Rhythmus und Melodie kennzeichnen Bernhards Sprache und machen sie zu einem fast harmonischen Klangerlebnis. Dies führt häufig zu einem auffälligen Kontrast zwischen Form und Inhalt, denn viele der Bernhardschen Aussagen erscheinen ungeheuerlich bis monströs: „Der psychiatrische Arzt ist der inkompetenteste und immer dem Lustmörder näher als seiner Wissenschaft.“ (S. 14) Die Lesung schließt an die Lesereise zu Thomas Manns „Der Zauberberg“ an und stellt ein bedeutendes Stück Literatur, das sich zentral und auf eigenwillige Weise mit den Themen Medizin, Krankheit und Tod beschäftigt, im passenden Rahmen des Wilhelm-Fabry-Museums vor. Lesung aus: Thomas Bernhard, Wittgensteins Neffe. Eine Freundschaft. Leserechte beim Suhrkamp Verlag, Berlin
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PS4-Spiel FIFA 17 mit Controller und Fußball

08.04.2017

„FIFA 17“-Turnier auf der Playstation 4


Stadtbücherei, Nove-Mesto-Platz 3
11:00 bis 14:00 Uhr
Eintritt frei
Zum „FIFA 17“-Spielen auf der Spielekonsole „Playstation 4“ lädt das Team der Stadtbücherei Hilden am Samstag, 8. April ein. „FIFA 17 ist ein Fußball-Simulationsspiel. Jeder Teilnehmer wählt dabei seine Lieblingsmannschaft aus und kann mit dieser gegen andere Mitspieler antreten. Spannende Fußballduelle sind vorprogrammiert. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen neun und vierzehn Jahren. Die Veranstaltung findet von 11.00 bis 14.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.
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Hand zeichnet Figur auf Papier

20.04.2017

Manga-Workshop für Jugendliche mit Alexandra Völker


Stadtbücherei, Nove-Mesto-Platz 3
13:00 bis 17:00 Uhr
Eintritt frei
Bereits das dritte Jahr in Folge wird Manga-Zeichnerin Alexandra Völker in den Osterferien einen Manga-Zeichenworkshop für Jugendliche ab zwölf Jahren durchführen. Dieser findet am Donnerstag, 20. April in der Stadtbücherei Hilden von 13 Uhr bis 17 Uhr statt. Wir freuen uns sehr, diesen beliebten Workshop erneut anbieten zu können. Den Teilnehmern werden die Grundzüge der Zeichenkunst vermittelt. Sie lernen aber auch, worauf es ankommt, um glänzende Augen oder wildes Haar perfekt zu zeichnen. Im weiteren Verlauf des vierstündigen Workshops können Lesezeichen gestaltet oder Kurz-Manga mit Comedy-Faktor erstellt werden. Alexandra Völker ist eine deutsche Manga-Zeichnerin, die vor allem durch die Liebe zum Detail hervorsticht. Inspiriert wurde Völker durch den Anime „Sailor Moon“ und begann ihre Karriere mit dem Zeichnen von Karikaturen. Seit 2006 zeichnet sie für den Verlag „Egmont Manga“ und hat bisher sechs Mangas herausgegeben. Um Anmeldung wird bis Freitag, 14. April an der Information in der ersten Etage oder per E-Mail an stadtbuecherei@hilden.de gebeten. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Kulturrucksack NRW – Auf Tour mit dem Doppelrucksack Hilden Haan“ statt. Der Eintritt ist frei.
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bis 23.04.2017 zu sehen

Vorwiegend heiter – Werke von Joachim Klinger

Ausstellung

Wilhelm- Fabry- Museum, Benrather Straße 32a
3,00 Euro
Die monographische Ausstellung ist eine Hommage an das Leben. Anlass ist der 85. Geburtstag des kunst- und kulturschaffenden Joachim Klinger, der mehr als vierzig Jahre in Hilden lebte. Klingers zeichnerische Begabung wurde bereits in seiner Jugend sichtbar. So hatte er in der Schule den Ruf, ein Künstler zu sein und erhielt den Spitznamen "Max", angelehnt an den berühmten Maler, Radierer und Bildhauer. Doch im Gegensatz zu dem Leipziger Künstler studierte Joachim Klinger Jura und war später lange im Düsseldorfer Kultusministerium verantwortlich für Theater, Film und Internationales. Beruflich und privat ist er zeit seines Lebens ein guter Beobachter des Menschen. So entstanden, meist am Samstagabend, auf kleinen Formaten seine Zeichnungen, Aquarelle und Gouachen. "Malzeit" nennt er diese inspirierenden Abende mit seiner Frau, die ihm dabei vorlas. Heute ist dieser Schaffensprozess nicht mehr nur auf den Samstag fokussiert. Neben Typen und Charakteren entstehen Ansichten französischer und italienischer Landschaften, Puppenspieler und Zirkusszenen. Mit dem Zirkus von Kind auf verbunden, reiste er beruflich mit einem Vertreter des Zirkusunternehmens Roncalli nach Moskau. In seinen Bildern wird die Manege zum Zirkus des Lebens. Überspitzt zeichnet er die Charaktereigenschaften typischer Protagonisten, wie Dompteure, Clowns und Jongleure, nach. Mit den Printmedien aufgewachsen, schlägt sein Herz vor allem für Karikaturen und Bildgeschichten. So entstehen, nicht ohne hintergründigen Humor, einfühlsame Charakterisierungen von Kunstbetrachtern und Literaten. Klinger brilliert aber nicht nur als Zeichner, sondern auch als lyrischer Autor des Grupello Verlages. Dort macht er beispielsweise in seinen Versen die Dichter Morgenstern und Ringelnatz miteinander bekannt. Das umfassende Werk ist Ausdruck eines jahrzehntelang leidenschaftlich für Kunst und Kultur engagierten Menschen. Das Wilhelm-Fabry-Museum zeigt ausgewählte graphische und literarische Arbeiten aus verschiedenen Zyklen und Werkabschnitten. Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr 15-17 Uhr Do 15-20 Uhr Sa 14-17 Uhr So/Feiertage außer Karfreitag 11-13, 14-18 Uhr
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Foto: Achim Zeppenfeld

27.04.2017

Das Haus am See

Komödie von Ernest Thompson


Stadthalle Hilden, Fritz-Gressard-Platz 1
20:00 bis ca. 22:30 Uhr
12 € bis 20 €
„Das Haus am See“ – Das Schauspiel des Oscar-prämierten Autors Ernest Thompson – wird am Donnerstag, 27. April, 20 Uhr, in die Stadthalle Hilden, Fritz-Gressard-Platz 1 zu sehen sein. Zum Inhalt: Ethel und Norman Thayer verbringen seit Jahrzehnten den Sommer in ihrem Ferienhaus an einem See. Zum 75. Geburtstag von Norman kommt nach längerer Zeit auch Tochter Chelsea die Eltern besuchen. Sie hatte sich nie mit ihrem schwierigen Vater verstanden und immer das Gefühl, es ihm nicht recht machen zu können. Chelsea und ihr zukünftiger zweiter Ehemann Bill möchten den Sommer in Europa verbringen und Bills pubertierenden Sohn Billy bei Chelseas Eltern am See lassen. Weder Norman noch Billy sind darüber begeistert. Der Wissenschaftler Norman leidet an beginnender Demenz, und die lebhafte, rüstige Ethel ist um ihn besorgt. Durch Billy beginnt Norman, wieder zum Angeln auf den See hinaus zu fahren. Am Ende dieses Sommers ist Norman wie verwandelt. Selbst sein Verständnis für Chelsea ist jetzt ein anderes. Ein barrierefreier Zugang ist vorhanden. Eintrittskarten zum Preis von 12 Euro bis 20 Euro sind im Vorverkauf bei der Ticket-Zentrale in der Stadtbücherei oder unter www.neanderticket.de/vorverkaufsstellen, sowie eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse in der Stadthalle Hilden erhältlich. Die Eintrittskarten sind als Kombi-Ticket im VRR-Bereich Süd als Fahrausweis gültig. Foto: Achim Zeppenfeld
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Das Kulturamt wünscht Ihnen und Ihrer Familie schöne Ostertage. Wir freuen uns Sie bei der einen oder anderen Kulturveranstaltung begrüßen zu dürfen.