Amt für Jugend, Schule und Sport erreicht Eltern online und analog

 

95 DIN A1 und DIN A3-Plakate mit dem Titel „Wir bleiben für Euch erreichbar“ sowie wichtigen Kontaktadressen und Ansprechpartner/innen hat das Amt für Jugend, Schule und Sport diese Woche in Hilden aufgehängt. Der Grund: Auch wenn viele Angebote für Familien inzwischen langsam wieder hochgefahren werden, erreicht das Amt noch immer nicht alle Kinder und Eltern wieder persönlich. Deshalb sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vergangenen Tagen und Wochen bereits neue Wege gegangen.

 Zum Beispiel haben alle Einrichtungen, von der Jugendförderung über den Allgemeinen Sozialen Dienst bis hin zur Psychologischen Beratungsstelle ihre telefonische Erreichbarkeit erhöht. Auch das Angebot zum Videochat wurde regelmäßig genutzt. Erzieherinnen und Erzieher haben für die Kinder Zuhause YouTube-Clips mit Bastelideen gedreht. Die Campus OT sowie das Area 51 fordern Jugendlichen einmal wöchentlich auf Facebook und Instagram zur „Challenge“ heraus und auch das Kinder- sowie das Jugendparlament arbeiten zurzeit online.

 „Ich bin sehr glücklich und auch ein wenig stolz, wie schnell und vor allem wie kreativ sich die Kolleginnen und Kollegen auf die neue Situation eingestellt haben“, berichtet Anja Voß, die zusammen mit Ulrich Brakemeier das Amt für Jugend, Schule und Sport leitet. „Unsere Aufgabe als Leitungsteam war und ist es vor allem, die Erlasse des Landes zu lesen und zu schauen, was das konkret für die Arbeit vor Ort bedeutet. Da mussten viele Abstimmungsgespräche innerhalb der Verwaltung aber auch mit den Jugendhilfeträgern, Schulen und Sportvereine geführt werden.“

 Dass das noch einige Wochen, wenn nicht Monate, so weitergeht, davon ist Ulrich Brakemeier überzeugt: „Vor allem das Thema Kinderbetreuung wird uns noch einige Zeit beschäftigen. Das Land hat beispielsweise angekündigt, die Kitas stufenweise wieder öffnen zu wollen. Aber was das in der Umsetzung heißt, ist noch nicht klar.“

 Dennoch ist Ulrich Brakemeier froh, dass Eltern die Aussicht auf Entlastung haben: „Zwar lösen viele Familien die aktuelle Situation mit viel Engagement und Improvisationsgabe. Nach fast acht Wochen Ausnahmezustand kommen jedoch viele an ihre Belastungsgrenzen!“ Brakemeier verspricht: „Solange die Pandemie dauert, werden wir alle Handlungsspielräume, die uns das Land NRW gibt, nutzen, um so viel Betreuungsangebote und Freizeitaktionen wie möglich auf die Beine zu stellen!“

 Nach der Pandemie will das Amt für Jugend, Schule und Sport nicht einfach „zurück auf Anfang“. Der Allgemeine Soziale Dienst beispielsweise möchte auch in Zukunft Videochats anbieten. „Das ist eine super Möglichkeit, um mit Kindern und Jugendlichen, die weiter entfernt in Wohngruppen leben, auch außerhalb der regelmäßigen Hilfeplangespräche in Kontakt zu bleiben“, berichtet Sachgebietsleiterin Wibke Paas. „Einigen jungen Menschen fällt es außerdem leichter, über persönliche Anliegen zu sprechen, wenn man nicht in einem Raum ist.“ Außerdem wird die Jugendförderung wird ihre Social Media-Aktivitäten weiter ausbauen.

 Trotz der großen Herausforderung, denen sich das Amt für Jugend, Schule und Sport aufgrund der Corona-Pandemie stellen musste und noch stellen muss, ziehen Ulrich Brakemeier und Anja Voß ein positives Fazit: „Wir haben in den letzten Wochen viel gelernt, über flexible Arbeitsstrukturen, neue Kommunikationswege und darüber, wie viel möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen!“

 Das gesamte Angebot des Amtes für Jugend, Schule und Sport finden Interessierte unter www.hilden.de/familienportal

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