Demenz-Infotag bietet Orientierung

Informativ und emotional

 

Der Demenz-Info-Tag findet am Samstag, dem 07.09.2019, zum sechsten Mal statt . In und um das Atrium St. Jacobus, Mittelstraße 8, können sich Betroffene, Angehörige, Fachkräfte, interessierte Bürgerinnen und Bürger von 10.00 bis 16.00 Uhr informieren, zum Beispiel über Kommunikation, Leistungen der Pflegeversicherung und Hilfsangebote. Der Demenz-Info-Tag ist eine Kooperationsveranstaltung des Amtes für Soziales, Integration und Wohnen, der Freizeitgemeinschaft Behinderte und Nichtbehinderte e.V. und der Katholischen Kirchengemeinde St. Jacobus. Er wird in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Demenz ausgerichtet. Der Eintritt ist frei.

 „Statistisch gesehen kennt jeder mindestens einen Menschen mit Demenz“, unterstreicht Michaela Rhiem vom städtischen Seniorenbüro. „Sie gehören zur Familie, zum Freundeskreis oder leben in der Nachbarschaft.“ Das Thema betreffe weit mehr Personen als viele glauben. „Aber nur wenige setzen sich frühzeitig damit auseinander“, bedauert Michaela Rhiem. Deshalb richtet sich das diesjährige Programm des Demenz-Info-Tags explizit an alle Altersgruppen, „von ganz jung bis uralt.“

 An 15 Ständen finden die Besucherinnen und Besucher Antworten auf zahlreiche Fragen rund um das Thema Demenz, zum Beispiel: Wie können Hilfs- und Pflegebedürftige so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben? Wie finde ich einen Heimplatz? Welche Entlastungsangebote gibt es für pflegende Angehörige? Wie sehen die Möglichkeiten zur gesetzlichen Betreuung aus? Wie bewältige ich Trauer und Krisen?

 Darüber hinaus finden ein Vortrag und zwei Workshops statt. „Die Türen des Atriums stehen bis 16.00 Uhr für alle Interessierten offen“, erklärt Anita-Maria de Witte vom Seniorenbüro. Für die Teilnahme an den Workshops „Scham und Schuld im Umgang mit Menschen mit Demenz“ sowie „Kommunikation im Umgang mit Menschen mit Demenz“ wird allerdings um eine vorherige Anmeldung beim Seniorenbüro gebeten: (02103) 72-555, seniorenbuero@hilden.de.

 Ein weiteres Highlight ist die Theatervorstellung „Dachstube“ um 14.15 Uhr. „Der Schauspieler und Seelsorger Thomas Borggrefe macht mit seinem Soloprogramm Demenz erfahrbar“, kündigt de Witte an. „Wo es an den Messeständen vor allem um Information geht, wollen wir auf diesem Weg auch einen emotionalen Zugang zum Thema ermöglichen!“ Um Gefühle dreht sich auch die Ausstellung, in der Bilder von Menschen gezeigt werden, die demenziell erkrankt sind.

 Damit auch Angehörige die Chance haben, sich im Atrium St. Jacobus zu informieren, bietet das Nachbarschaftszentrum St. Jacobus Hilden an diesem Tag eine Betreuung für Erkrankte durch geschulte Ehrenamtliche an. „So kann wirklich jeder, der möchte, auch kommen!“ freut sich Anita-Maria de Witte. Außerdem ist der Mitmachzirkus mit seiner Jonglage im Einsatz. Vor dem offiziellen Start um 10.00 Uhr findet in der Katholischen Kirche St. Jacobus um 09.15 Uhr eine Messe für Erkrankte, Angehörige sowie alle Bürgerinnen und Bürger statt.