Hildener Kinderparlament unterstützt Friedensdorf International

 

2.280 Euro hat das Kinderparlament Hilden auf dem Weihnachtsmarkt mit dem Verkauf von selbst gebackenen Plätzchen eingenommen. Den Reinerlös sowie Geschenke aus den eigenen Spielzimmern und Kleiderschränken haben die jungen Politikerinnen und Politiker im April 2019 dem Friedensdorf International übergeben. Die Hilfseinrichtung in Oberhausen versorgt kranke und verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten. Über die Erlebnisse im Friedensdorf berichtet das Kinderparlament in einem Kurzfilm, der seit Donnerstag, 04. Juli 2019, unter www.hilden.de/kipaimfriedensdorf online steht.

 Insgesamt haben sich 22 Hildener Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren auf den Weg nach Oberhausen gemacht. Für die Fahrt hat die Rheinbahn kostenfrei den Kinderrechte-Bus zur Verfügung gestellt. Die Wolfgang Hamann Stiftung hat die Unterbringung sowie die Filmproduktion finanziert.

 Im Friedensdorf haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zunächst ihre Arbeit vorgestellt. Anschließend hat das Kinderparlament die jungen Bewohnerinnen und Bewohner kennengelernt. Dafür fanden verschiedene Spielaktionen statt. „Anfangs waren manche der KiPa-Kinder noch zurückhaltend“, berichtet Susanne Hentschel vom Amt für Jugend, Schule und Sport. „Doch die Bewohnerinnen und Bewohner haben es ihnen durch ihre unbeschwerte Art leicht gemacht!“

 „Die Kinder leben im Friedensdorf so minimalistisch. Sie besitzen wenig, aber sind sehr zufrieden“, erzählt die 12-jährige Leonie. Auch Amelie findet: „Es ist schlimm, dass die Kinder ihre Eltern nicht sehen können. Aber sie wissen, dass sie hier Hilfe bekommen und das freut sie.“

 Die Erfahrungen, die die KiPa-Kinder im Friedensdorf gesammelt haben, haben sie im Rahmen eines Workshops aufgearbeitet. Zwei Tage lang haben sie zusammen mit der Medienpädagogin Linda Längsfeld Interviews geführt, aufgenommen und geschnitten. Das Ergebnis ist ein kurzer Film, der ab sofort online ist.