Hildener Verwaltung sagt städtische Veranstaltungen ab

 

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August 2020 zu untersagen. Die Rechtsverordnung des Landes NRW gibt aber bisher nur Planungssicherheit bis zum 3. Mai 2020. Da das Ordnungsamt immer auf Basis der aktuell geltenden Rechtsgrundlage entscheiden muss, kann es derzeit grundsätzlich keine Veranstaltungen genehmigen. Weil die meisten Veranstaltungen aber intensiver Vorbereitungen bedürfen und nicht abzusehen ist, wie sich die Verbreitung des Corona-Virus in den kommenden Wochen entwickeln wird, sagt die Hildener Verwaltung vorsorglich alle städtischen Veranstaltungen bis Ende August 2020 ab.

 „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, erklärt Kultur-, Jugend- und Sozialdezernent Sönke Eichner. „Dass das kulturelle und soziale Leben in Hilden so lange pausieren muss, ist für die meisten von uns eine starke Einschränkung. Kultur und gemeinschaftliche Events sind wichtig für eine Gesellschaft, sie fördern den Zusammenhalt und dienen vielen auch als persönliche Kraftquelle! Voraussetzung ist allerdings immer, dass sowohl das Publikum als auch die Veranstalterinnen und Veranstalter ihre Gesundheit nicht in Gefahr bringen! Solange wir das nicht gewährleisten können, können wir auch keine Veranstaltungen durchführen.“

 Betroffen sind beispielsweise neben Theatervorstellungen und Konzerten auch Veranstaltungen wie die Ehrenamtsbörse sowie das Ferienangebot der Kinder- und Jugendförderung. Sowohl der Abenteuersommer als auch die Baukastenferien im Area 51 und Jugendtreff im Weidenweg werden 2020 nicht stattfinden. 

"Die Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen. Die aktuelle Situation verlangt derzeit viel, im Grunde zu viel, von den Eltern. Den Balanceakt zwischen Kinderbetreuung und Berufstätigkeit zu meistern ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit", erklärt Jugenddezernent Sönke Eichner. "Allerdings sind Kinder- und Jugendeinrichtungen aktuell per Landes-Erlass geschlossen. Für die Schulen besteht ein Betretungsverbot. Auf Basis dieser Rechtslage können wir keine verbindlichen Angebote planen geschweige denn guten Gewissens Anmeldungen annehmen. Dann müssten die Familien auch verlässlich mit diesen Angeboten planen können, und das können wir - Stand heute - einfach nicht garantieren."

Unabhängig von den Ferienfreizeitangeboten wird die Stadt Hilden  eine Betreuung - insbesondere von Kindern berufstätiger Eltern -   in irgendeiner Form gewährleisten. "Welche Wege uns dafür offen stehen und wie die Umsetzung konkret aussehen wird, kann ich jetzt allerdings noch nicht sagen", erklärt Sönke Eichner.

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