Rodungsarbeiten im Stadtpark

 

Im innenstadtnahen Stadtpark entspannen sich die Hildenerinnen und Hildener, sie tanken frische Luft, spielen und kommen mit anderen Menschen ins Gespräch. An vielen Stellen ist die Anlage aus dem Jahr 1972 aber nicht mehr zeitgemäß. Deshalb gestaltet die Stadt den Park jetzt für 1,47 Mio Euro um. 735.000 Euro zahlen das Land Nordrhein Westfalen und der Bund. Bevor im Stadtpark die Bagger rollen, stehen im Februar 2019 Rückschnittarbeiten an.

Die Firma Ringbeck lichtet einige Sträucher stark aus und entfernt andere komplett. Auch Bäume müssen gefällt werden. Dadurch werden wichtige Sichtachsen innerhalb des Stadtparks frei, Angsträume verschwinden und Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad aus dem Stadtpark kommen, werden besser und früher von Autofahrenden gesehen. Die Stadt beschränkt die Fällarbeiten auf das zwingend notwendige Maß. Für jeden gefällten Baum pflanzt sie innerhalb des Parks Ersatz. Die ersten Jungbäume sollen bereits im Herbst 2019 gesetzt werden.

Im Zuge der Umgestaltung werden auch einige Wegeführungen geändert. Unter anderem verlegt die Stadt den Weg zwischen der Hofstraße und dem Kindergarten um ca. 70 cm Richtung Süden. Der Grund: Eine über 100 Jahre alte Kastanie, ein über 60 Jahre alter Bergahorn und ein über 40 Jahre alter Walnussbaum wachsen direkt am bisherigen Streckenverlauf und benötigen mehr Platz. „Die Kastanie hat bereits das Pflaster angehoben“, berichtet die städtische Gartenbautechnikerin Elke Halm. „Das ist nicht nur für die Wurzeln des Baumes schädlich, sondern auch eine Barriere für Menschen, die dort zum Beispiel mit einem Rollator oder Rollstuhl unterwegs sind.“ In direkter Nachbarschaft befindet sich die Seniorenresidenz am Stadtpark Hilden.

Das Tiefbau- und Grünflächenamt möchte alle drei heimischen Bäume bewahren und schützen. „Sie bieten Nahrung für Bienen und Vögel“, erklärt Elke Halm. „Außerdem spenden sie jede Menge Sauerstoff für ein gutes Stadtklima.“ Um den Weg aber verschieben zu können, muss das Tiefbau- und Grünflächenamt aber den Hartriegel, auch Hornstrauch genannt, entfernen. „Die Zierpflanze aus Japan ist sehr beliebt bei den Bürgerinnen und Bürger, weil sie hübsche Blüten und einen tollen Fruchtschmuck trägt“, erläutert Halm „Deshalb werden wir im Stadtpark einen neuen, ca. 2m-großen Strauch pflanzen, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind.“