Stadt bedankt sich bei Ehrenamtlichen

 

Foto: Stephan Köhlen

Etwa 14.000 Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in Hilden auf die eine oder andere Weise ehrenamtlich: Sie bringen Kindern das Schwimmen bei, löschen Feuer, verteilen Lebensmittel an Bedürftige, schlichten Streit oder schützen die Umwelt. Zu Ehren dieser Menschen findet seit 1996 alle zwei Jahre ein Dankesabend statt, bei dem sich die Stadt stellvertretend bei einigen von ihnen persönlich bedankt. Am Freitag, dem 27. September 2019, war es wieder so weit.

Beim Tag des Ehrenatms hat Bürgermeisterin Birgit Alkenings Fabricius-Medaillen an fünf Menschen verliehen, die sich im besonderen Maße für die Stadt engagiert haben. „Damit soll nicht nur ihre Leistung gewürdigt, sondern dem Ehrenamt auch ein Gesicht gegeben werden“, erklärt Alkenings. „Egal ob im Sport, für die Umwelt, in der Kultur oder im Sozialen – Ehrenamtliche werben durch ihr Handeln für die Gemeinschaft, für ein gutes Miteinander. Sie sind der Klebstoff, der unsere Gesellschaft zusammen hält.“

Fabricius-Medaillen Bronze

Ursula Böhnke

Sie ist Gründungsmitglied des Kanu-Club Hilden e.V., d.h. seit 1972 – also 47 Jahre - dabei. Über sehr viele Jahre hatte sie zahlreiche Funktionen im Verein und hat wichtige Arbeit im Hintergrund geleistet.

Sie kennt jedes Mitglied und ist „Kontaktbörse“ in sportlicher Hinsicht, d.h. vermittelt auch gerne Kontakte untereinander. Sie gewinnt alle mit ihrer Freundlichkeit und vertritt gleichzeitig konsequent die Interessen des Vereins. Sie unterstützt den Vorstand und auch alle projektbezogen gebildete Teams tatkräftig. Springt ein, wenn Not am Mann ist. Sie findet Lösungen für Probleme.  Sie ist die Zuverlässigkeit in Person und immer noch jeden Mittwoch am See. 

Diese Arbeit im Hintergrund ist für einen Verein unglaublich wichtig. Und nur wenn die Vorstandsmitglieder und die Hintergrundarbeiter gleichermaßen da sind und gut zusammen arbeiten, läuft’s im Verein so richtig rund.

Der Kanu-Club Hilden schätzt ihre Arbeit sehr und hat sie 2013 zum Ehrenmitglied ernannt. 

Doris Edelburg

Doris Edelburg ist vielfältig ehrenamtlich in der Stadt aktiv. Sie ist  der „Prototyp“ für alle die, die einfach anpacken, wenn es was zu tun gibt. 

Z.B. im Bereich des Stadtmarketing e.V. ist sie beim Weihnachts- und Künstlermarkt integraler Bestandteil des Orgateams und „Allzweckwaffe“ für alle Probleme. Außerdem unterstützt sie bei Kundenbefragungen und auch bei der Kommunikation der Mitglieder im Stadtmarketing e.V. Sie ist hilft immer da, wo Hilfe benötigt wird. 

Auch beim TC Hilden im SV Hilden Ost heißt ihre Stellenbeschreibung „gute Seele des Vereins“- und das seit 30 Jahren. Sie organsiert Platzzeiten und die Nutzung, kassiert Lichtgeld, übernimmt die Betreuung von Kinder-Sommercamps u.v.m. Jedem Interessenten zeigt sie sofort den Verein und kümmert sich, dass diese Neumitglieder werden und dann auch um die Neumitglieder. Sie kennt jedes Mitglied mit seinem Namen und hilft immer. Sie ist der Fan-Club bei allen Heim- und vielen Auswärtsspielen.

Sie strahlt eine große Herzlichkeit und menschliche Wärme aus, eine Tugend, die im sozialen Miteinander heutzutage manchmal verloren scheint.

Und: Doris Edelburg hat auch noch ihre Tochter und Enkelin zum ehrenamtlichen Engagement gebracht und so das ehrenamtliche Engagement generationenübergreifend nachhaltig gestaltet.

Heinz Funke

Heinz Funke hat 1988 mit Wilhelm Giesen, Dr. Ellen Wiederhold, Wolfgang Schmitz, Maria Rauen, Erhard Wagener, Hansadolf Stranzenbach, Anneliese Roth und Wilhelm Müller den Förderverein Seniorendienste e.V. gegründet und ist seitdem ununterbrochen – 31 Jahre – als Schatzmeister tätig. Neben der Kassenführung erledigt er die Mitgliederbetreuung. Und weil der Hauptzweck  dieses Vereins das Geldeinsammeln und weitergeben an die Seniorendienste ist, ist der „Herr des Geldes“ natürlich eine ganz wesentliche Person.

Seit mehr als zehn Jahren ist Heinz Funke außerdem im Vorstand des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt in Hilden tätig. Er lässt hier seinen umfassenden unternehmerischen Sachverstand in den Themenfeldern Personalmanagement und wirtschaftliche Tätigkeit  einfließen – das ermöglicht dann Angebote wie z.B. „Essen auf Rädern“. Er ist er verlässlicher Helfer bei allen Aktionen und Veranstaltungen in den Begegnungsstätten der AWO: Sommerfeste, Weihnachtsmarkt etc. 

Im Bauverein Hilden e.G. ist Heinz Funke seit über 40 Jahren Mitglied und seit 35 Jahren ehrenamtlich tätig –  als Vorsitzender des Aufsichtsrates. Der Bauverein feierte gerade seinen 100. Geburtstag, bietetseit der Gründung selbstorganisiert günstiges Wohnen in Hilden und verwaltet sehr nachhaltig die über 600 Wohneinheiten seiner Mitglieder. Auch dieses ist ein verantwortungsvolles Ehrenamt, denn neben den formalen Aufgaben gehört dazu auch die Rolle als Vermittler zwischen den Mietern bzw. Genossenschaftlern untereinander und mit dem Vorstand.

Seine besonnene und ausgleichende Art machen ihn zum gerne angesprochenen Ratgeber und Mitstreiter.

Hans-Peter Heift

Hans-Peter Heift ist im Jahr 1971 der Freiwilligen Feuerwehr Hilden beigetreten und ihr bis heute treu. In diesen fast 50 Jahren hat er alle Ebenen vom Feuerwehranwärter bis zum Zugführer innerhalb der Feuerwehr durchlaufen. 

Seit dem Jahr 1988 war er als Gruppenführer der Gruppe 5 tätig und über Jahrzehnte ein wichtiger, verlässlicher Stützpfeiler innerhalb des Kommandos der Feuerwehr. Sein umfassendes Fachwissen und seine hohe Verantwortungsbereitschaft machten ihn an jeder Einsatzstelle zu einem kompetenten und verlässlichen Einheitsführer, welcher bei seinen unterstellten Kräften und der Einsatzleitung ein hohes Vertrauen und Respekt genoss. Als Gruppenführer und Ausbilder prägte er durch seine menschliche, kameradschaftliche Art, sein großes Engagement, seine hohe handwerkliche und feuerwehrtechnische Kompetenz viele Feuerwehrmänner für ihren Dienst in der Feuerwehr. 

Hans-Peter Heift war sich nie zu schade Arbeit und Verantwortung zu übernehmen und trug damit zum Gelingen von vielen Aktivitäten und Veranstaltungen bei. Er investierte für „seine Feuerwehr“ ein überdurchschnittliches Maß an Zeit und „Herzblut“ und dies trotz seiner beruflich zeitintensiven Selbstständigkeit.

Im Dezember 2013 wurde Hans-Peter Heift in die Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr überstellt. Als überzeugter Feuerwehrmann mit Leib und Seele fiel ihm der Abschied aus dem aktiven Feuerwehrdienst sichtlich schwer, er steht deshalb auch weiterhin seinen Kameraden mit Rat und Tat zur Seite und gestaltet den passiven Dienst ziemlich aktiv.

Fabricius-Medaille Silber

Wolfgang Hamann

Wolfgang Hamann wurde bereits 1986 mit der Fabricius-Medaille in Bronze ausgezeichnet. Damals für besondere Verdienste auf wirtschaftlichem Gebiet im Bereich der Stadt Hilden.

Heute möchte ich seine besonderen Verdienste für Kinder und Jugendliche würdigen. Er hat 2005 seine Wolfgang-Hamann-Stiftung gegründet und unterstützt förderungswürdige Projekte und Kinder in der Region. Sein Credo:

„Junge Menschen stärken und Chancen stiften“,In diesem Sinne hat die Stiftung in Hilden ungefähr eine Viertel Million Euro investiert. Das ist eine große Investition in die Zukunft und die Stadt Hilden ist unglaublich dankbar dafür.