Stadt veröffentlicht Tabellenband zum geplanten Familienbericht 2020

Kinder in Hilden wachsen glücklich und gesund auf

 

Wer viel fragt, bekommt viele Antworten - für die Familienbefragung 2019 trifft dies unbedingt zu! Mit der Bitte um Beteiligung hatte die Stadt Hilden im Juni 2019 einen 30-seitigen Fragebogen per Post verschickt; adressiert an jeden der 3.547 Haushalte mit mindestens einem Kind unter elf Jahren. Unter dem Motto „Gesund aufwachsen in Hilden“ ging es bei den Fragen um Wohn- und Lebensqualität, Freizeitaktivitäten, Haushaltseinkommen (Stichwort Kinderarmut), die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie den Bekanntheitsgrad von Unterstützungsangeboten. 1.174 Menschen haben Auskunft gegeben.

 Mit der Rücklaufquote von 31,1 Prozent ist Sönke Eichner, Jugenddezernent der Stadt Hilden, sehr zufrieden: „Wir wollten wissen, wie es den Hildener Familien geht, ob wir bedarfsgerechte Angebote machen und diese auch richtig umsetzen. Ihre Einschätzung haben die Familien nun zurückgespiegelt und ich bedanke mich sehr herzlich dafür! Die Befragungsergebnisse sind eine sehr gute Grundlage für den zweiten Hildener Familienbericht.“

 Die ausgewerteten Zahlen liegen nun in einem kommentierten Tabellenband vor. Dieser kann online unter www.hilden.de/familienbericht2020 abgerufen werden. Ab sofort werden die Antworten „gedreht und gewendet“, in Expertenrunden diskutiert, mit überregionalen Studien verglichen und mit statistischen Daten unterfüttert. Am Ende dieses Prozesses steht der Familienbericht 2020. Dieser wird wesentliche Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der Hildener Familienpolitik und viele Denkanstöße für die Praxis enthalten.

 Diese Aufgabe übernimmt das renommierte Institut „Faktor Familie GmbH“ mit Sitz in Bochum. Der Rat der Stadt Hilden hat das Institut unter anderem deshalb beauftragt, weil es auch für den Familienbericht 2010 verantwortlich zeichnet. „Für unsere Arbeit brauchen wir Vergleiche mit den Antworten der Familien aus dem Jahre 2009, aber auch den Blick ins Detail“, erläutert Eichner. „Es geht ja auch darum, gänzlich neue Erkenntnisse zu gewinnen.“ Erste Trends lassen sich bereits jetzt erkennen:

  •  Hilden war und ist eine kinder- und familienfreundliche Stadt, auch wenn die Eltern insgesamt kritischer mit ihrem Umfeld und den Rahmenbedingungen geworden sind
  • H ilden ist vielfältig und multilingual mit 44 gesprochenen Sprachen und einem Migrationshintergrund von 35 Prozent in den Familien
  • Hildener Familien fühlen sich zu einem hohen Prozentsatz gut integriert in der Stadt - ob mit oder ohne Migrationshintergrund macht dabei keinen nennenswerten Unterschied
  • Die Erwerbseinbindung von Hildener Müttern ist hoch, in 91% aller Familien arbeiten beide Elternteile. Umso wichtiger ist eine gut funktionierende Bildungs- und Betreuungslandschaft
  • Hildener Kinder sind „Draußenkinder“ - sie spielen im Sommer außerhalb von KiTa bzw. Schule täglich (53%), mehrmals in der Woche (38%) oder zumindest am Wochenende (6%) im Freien
  • Sicherheitsgefühl und Wohnzufriedenheit im Stadtteil sind hoch. Gleichzeitig sind sich die Eltern einig, dass es in Hilden nicht genügend bezahlbaren Wohnraum gibt
  • Im Großen und Ganzen bilanzieren die Familien, wachsen ihre Kinder glücklich (96%) und gesund (94%) auf

 Aufgabe der nächsten Monate wird es nun sein, vor allem die kritischen Töne genauer zu analysieren und gezielt nachzuhaken. „Ausruhen gilt nicht“, betont Eichner. „Auch wenn die Eltern erfreulich positiv geantwortet haben, so haben sie uns doch viele Verbesserungswünsche aufgezeigt.“ Voraussichtlich Ende 2020 soll der Familienbericht fertig sein.