Trinkwasser im Helmholtz-Gymnasium weiterhin belastet

Stadt ergreift weitere Maßnahmen

 

Ende August 2022 führten die Stadtwerke Hilden eine Untersuchung des Trinkwasserbrunnens am Helmholtz-Gymnasium Hilden durch. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden Bakterien (Pseudomonas Aeruginosa) im Kaltwassersystem festgestellt. Pseudomonas stellen für gesunde Personen in aller Regel kein Risiko dar. Für bestimmte Personengruppen kann ein Risiko bestehen, das jedoch durch persönliche Schutzmaßnahmen minimiert werden kann. 

In Absprache mit dem Kreisgesundheitsamt hat die Stadtverwaltung Hilden daraufhin Empfehlungen für vorsorgliche Schutzmaßnahmen ausgesprochen, die Strahlregler (Düsen) an den Wasserhähnen geprüft und bei Bedarf ausgetauscht sowie das gesamte Wassernetz intensiv gespült. Diese Maßnahmen wurden seitdem durchgehend fortgesetzt. Parallel hat im Auftrag der Stadt Hilden ein Trinkwasserlabor wöchentlich Proben entnommen und einen Rückgang der Bakterien festegstellt. 

Seit gestern liegt der Stadt nun das Ergebnis der letzten Probenentnahme vom 15.09.2022 vor: Danach wurde auch eine geringe Belastung des Trinkwassers in der Dr. Ellen-Wiederhold-Sporthalle festgestellt. „Da alle bisherigen Maßnahmen leider nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben, gehen wir nun einen Schritt weiter und führen eine chemische Desinfektion des gesamten Systems durch“, erklärt Bau- und Umweltdezernent Peter Stuhlträger. „Zu diesem Zweck müssen wir allerdings das Wasser für einige Tage vollständig abschalten. Nach Möglichkeit werden wir deshalb die chemische Desinfektion in den Herbstferien durchführen.“

 Bis dahin gelten die Empfehlungen für vorsorgliche Schutzmaßnahmen vom 30. August 2022. Das neu erstellte Oberstufenzentrum ist hiervon weiterhin ausgenommen, da es über ein vom Hauptgebäude unabhängiges Trinkwassersystem verfügt.

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