Grußwort zum Jahreswechsel 2018/2019

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 der Jahreswechsel ist ja immer Anlass sich nochmal ins Gedächtnis zu rufen, was im letzten Jahr passiert ist und ob man das erreicht hat, was man sich vorgenommen hatte. Wir ziehen eine Bilanz aus den Geschehnissen und überlegen, ob diese positiv oder negativ ist.

 Ich sage es direkt: meine Bilanz „Hilden 2018“ ist positiv.

 Hilden ist eine attraktive Stadt zum Leben und Arbeiten. Es gibt viele Freizeitangebote für jeden Geschmack. Hilden ist eine gerne besuchte Einkaufsstadt mit großer Angebotsvielfalt. Es gibt viele Arbeitsplätze in Industrie, Handwerk und im Dienstleistungsbereich: nach Hilden kommen mehr Menschen zum Arbeiten als hinauspendeln.

 Viele Menschen in Hilden sorgen dafür, dass die Stadt auch attraktiv bleibt. Dazu gehört Anpassung an neue Trends und stetiger Wandel. Das ist bisher gut gelungen und ich bin sicher, dass es auch weiter gut gelingen wird. Das liegt vor allem an den vielen Menschen, die sich ehrenamtlich und beruflich weit über das Normalmaß für und in dieser Stadt engagiert haben.

 Einige von vielen möchte ich beispielhaft für alle nennen:

 Die Lernpaten Hilden haben dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Sie betreuen in enger Abstimmung mit den Schulen ehrenamtlich Kinder, die Schwierigkeiten beim Lernen haben. Dabei geht es ganz oft nicht nur um Unterstützung bei den Hausaufgaben, sondern vielmehr um Lebenshilfe. Unterstützung erhalten sie von unserer Stadtbücherei und durch Spenden, in diesem Jahr z.B. von der Rheinbahn, die Geld aus dem Verkauf der alten Haltestellenschilder an die Lernpaten gespendet hat.

 Geburtstag gefeiert hat auch das Evangelische Kinderheim e.V. an der Lievenstraße: es ist 100 geworden! Seit 100 Jahren gibt es Kindern ein neues Zuhause, die nicht bei ihren Eltern bleiben können oder die durch Krieg, Flucht und Vertreibung keine Eltern mehr haben.

 Jubiläum hatte auch die Partnerschaft mit der englischen Stadt Warrington. Seit 50 Jahren treffen sich Bürgerinnen und Bürger der beiden Städte und setzen sich so für Völkerverständigung, europäische Einigung und Frieden ein. Der Rat der Stadt Hilden und das Warrington Borough Council haben die Partnerschaft durch erneute Beschlüsse bekräftigt.

 Das Hildener Jugendparlament hat im Jahr 2018 der Bücherverbrennung vor 85 Jahren und der Reichspogromnacht vor 80 Jahren gedacht. Die Jugendlichen haben z.B. eine Ausstellung in der Stadtbücherei zum Thema „Kulturvandalismus gestern und heute“ erstellt und zahlreiche Veranstaltungen gegen das Vergessen durchgeführt, die sich gleichzeitig auch immer mit dem Heute beschäftigt haben. Damit hat das Jugendparlament ein starkes Zeichen für Menschlichkeit, Demokratie und eine bessere Zukunft gesetzt.

 Dies sind nur wenige Beispiele des großen Engagements von vielen Bürgerinnen und Bürgern. Es gibt so viel mehr Engagement für Kinder und Jugendliche, im sozialen Bereich, im Sport, für Kunst und Kultur, für Natur und Tiere und, und, und. Dafür bin ich unglaublich dankbar.

 Außerdem sind wir auch auf einem guten Weg in das digitale Zeitalter: die Stadtwerke Hilden bauen ein schnelles Glasfasernetz in den Gewerbegebieten. Für den Weg in die Cloud gibt es Unterstützung durch kompetente Hildener Firmen. Unsere Schulen werden mit digitalen Lernmedien ausgestattet und die Stadtverwaltung stellt von Papier- auf digitale Akten um.

 Wie in vielen Unternehmen hat auch bei der Stadtverwaltung der demografische Wandel konkrete Auswirkungen. Die geburtenstarken Jahrgänge gehen in den Ruhestand. Viele verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen uns und neue werden gesucht. Im Jahr 2018 haben z.B. die Personalamtsleiterin Gabriele Zaremba und der Wirtschaftsförderer Kai Kröger ihre Arbeit bei der Stadt Hilden begonnen. Und kurz vor dem Jahresende ist die Entscheidung gefallen, dass Anja Franke die Leitung des Amtes für Finanzservice übernimmt und neue Kämmerin wird. Und auch das neue Team für die Leitung des Kulturamtes steht: Eva Dämmer wird zukünftig nicht nur die städtische Musikschule sondern auch das Kulturamt leiten. Unterstützt wird sie von Ute Holz, die neben der Stellvertretung das Sachgebiet Kulturverwaltung übernimmt und Dr. Sandra Abend in der Stabsstelle Bildende Kunst.

 Traditionell wird zum Jahresende der Haushaltsplanentwurf zur Beratung in den Rat eingebracht. Für 2019 sind keine Steuererhöhungen vorgesehen. Die städtischen Gebühren für Müll, Straßenreinigung, Winterdienst, Abwasser und Friedhöfe werden stabil auf einem günstigen Niveau bleiben. Die Verschuldung der Stadt wird sinken.

 Wir können also optimistisch in ein spannendes Jahr 2019 starten. Damit unsere Stadt auch in Zukunft so attraktiv wie heute bleibt, braucht es vor allem Menschen, die mit Herzblut und Engagement möglich machen, was möglich ist, und dabei auch über den Tellerrand schauen. Diese Menschen gibt es in Hilden. Ich freue mich sehr darauf, mich auch 2019 gemeinsam mit Ihnen für Hilden stark zu machen.

 Zum Weihnachtsfest und dem bevorstehenden Jahreswechsel wünsche ich Ihnen alles Gute, vor allem Gesundheit, und ein friedliches neues Jahr 2019.

 Ihre Birgit Alkenings, Bürgermeisterin