Geschichte der Hildener Feuerwehr

 
Am 21. April 1822 wurde vom damaligen Hildener Bürgermeister Franz Albert Schieß das erste Feuerlösch-Reglement für Hilden erstellt. Dieses Reglement basierte auf der allgemeinen Bürgerpflicht und der Nachbarschaftshilfe. Dies bedeutete, dass jeder der sich dieser Pflicht entziehen wollte, von einem Polizeigericht abzuurteilen war. Des Weiteren mussten im Brandfalle alle Haushalte einen Löscheimer und jeder Handwerker Leitern und Werkzeug bereithalten.

Die damalige Hildener Wehr war in drei Gruppen eingeteilt:

Hildener Löschzug um 1889Die Spritzenmannschaft, die aus zwei Anführern, zwei Rottmeistern und 24 Pompiers (Bediener der Spritze) bestand, die „Pioniers der Brand-Kompanie", welche mit ihrem Werkzeug und Brandhaken im Brandfalle unverzüglich zur Brandstelle hinzueilen hatten.
Diese Truppe bestand aus zwei Anführern, zwei Stellvertretern und 18 Mann, das „Brandpikett". Diese Abteilung hatte Sorge zu tragen, die bei einem Brand geretteten Wertgegenstände sicher aufzubewahren. Zum Brandpikett gehörten zwei Anführer, zwei Rottmeister und 17 Mann. 

Als das Hildener Reglement 1822 in Kraft trat, zählte diese Landgemeinde etwa 2170 Einwohner. Durch die Verleihung des Stadtrechts 1861 stieg die Zahl der Einwohner auf über 6000 Seelen an und entwickelte sich dank der aufstrebenden Industrie allmählich zu einem überwiegend gewerblichen Ort. Dies hatte aber auch zur Folge, dass das Feuerlösch-Reglement für Hilden nicht mehr den notwendigen Erfordernissen entsprach.

Der damalige Bürgermeister Eduard Eugen Freiherr von Wittenhorst–Sonsfeld veranlasste deshalb am 04. Oktober 1843 eine neue „Feuerlösch-Ordnung für die Bürgermeisterei Hilden".

„Man kann hier endlich von einer Feuerwehrorganisation sprechen. Sie unterstand dem Brandrat, der sich aus dem Bürgermeister, den Beigeordneten und sechs Einwohnern zusammensetzte, die nach Möglichkeit Ratsmitglieder sein sollten. Dem Brandrat oblagen außer allen organisatorischen Fragen die Überwachung und Vervollständigung der Brandbekämpfungsgeräte, die Beaufsichtigung der Proben, die Leitung der Brandschau, die Aufsicht am Brandplatz und die Kontrolle des in Hilden angestellten Kaminfegers. Im Brandkorps war für jede Spritze eine Mannschaft von 20 Leuten vorgesehen, die unter dem Kommando des Spritzenmeisters, des Rohrführers oder deren Stellvertreter standen. Hier haben wir also schon die Urform des Löschzuges. Die Mitglieder wurden vom Bürgermeister ernannt und mussten drei Jahre unentgeltlich dienen. Das Alter der Feuerwehrleúte war auf 18 bis 60 Jahre festgesetzt.„

Die Schlagkräftigkeit der Wehr hatte sich zwar erheblich verbessert, dennoch wurden Gebäude immer wieder vor dem Eintreffen der Wehr komplett vernichtet. Diese negativen Erfahrungen bewogen den Hildener Bürgermeister Josef Johann Pabst, die Wehr im Oktober 1866 zu reorganisieren und eine neue Feuerlöschordnung zu erstellen. Diese stellte die Mitgliedschaft auf eine freiwillige Basis. Am 29. Juli 1867 stellte Bürgermeister Pabst die neue Ordnung in einer Bürgerversammlung vor. Alle damaligen Bemühungen des Bürgermeisters waren jedoch vergebens und scheiterten am Widerstand der Bürgerschaft.

In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts bildeten sich aus den Reihen zahlreicher Turnvereine freiwillige Turnerfeuerwehren, die oft, ganz wie in Hilden, eine solide Grundlage für die künftige Entwicklung zur organisierten Bürgerfeuerwehr darstellte. So gab es z. B. seit 1866 in Bonn und seit 1867 in Solingen eine Turnerfeuerwehr. Im Jahre 1868 gab es im damaligen Königreich Bayern 159 freiwillige Turnerfeuerwehren. Der „Hildener Turnverein" – der heutige HAT – warb schließlich bei seinen Mitgliedern für die Gründung einer Turnerfeuerwehr auf freiwilliger Basis. Dies geschah in der Vereinssitzung vom 31. Januar 1870. Die Resonanz der Vereinsmitglieder war so groß, dass noch am selben Tag die Wahl des Vorstandes und die Aufstellung der Statuten erledigt werden konnte.

„Und deshalb gilt der 31. Januar 1870 mit Fug als das Gründungsdatum der heute noch bestehenden Freiwilligen Feuerwehr, die ja aus der Turnerfeuerwehr hervorgegangen ist." (3)

Der Rat der Stadt Hilden und der Bürgermeister befürworteten die Gründung der Wehr. Die benötigten Gerätschaften sollten vom Rat finanziert werden. Da die noch immer parallel existierende Bürgerfeuerwehr alle verfügbaren Feuerlöschgeräte der Gemeinde benutzte, bewilligte der Rat der Stadt Hilden die Summe von jährlich 100 Reichstalern, um die notwendigsten Brandgerätschaften zu erwerben.

Handpumpe Baujahr ca. 1870

Der Hildener Likör- und Essigfabrikant Friedrich Gustav Gottschalk wurde zum ersten Hauptmann der Hildener Turnerfeuerwehr gewählt.

„Dementsprechend bestand sie aus einer Spritzenmannschaft, einer Kuffenmannschaft zur Herbeischaffung des Wassers, einer Rettungsmannschaft (Steiger) und einer Ordnungsmann-schaft, d. h. also, sie konnte völlig auf sich gestellt zur Bekämpfung eines Brandes eingesetzt werden, war also nicht Bestandteil der örtlichen Wehr. Sie unterstand ebenso auch nicht dem Kommando des Brandmeisters der örtlichen Wehr" (4)

 Nach wie vor existierten in Hilden zwei Wehren. Die wirkungsvollen Einsätze der Turnerfeuerwehr ließen die alte Bürgerwehr nahezu bedeutungslos erscheinen und man war deshalb interessiert eine Wehr für die Stadt Hilden zu gründen. Im Jahre 1875 wurde ein Komitee unter Vorsitz von Bürgermeister Pabst gegründet, welches die Aufgabe hatte, eine einheitliche Hildener Wehr zu gründen.

Bevor dieser Fall eintrat, konstituierte sich im Februar 1876 die Freiwillige Bürgerfeuerwehr unter ihrem Hauptmann Heinrich Jüntgen und wurde im Gegensatz zur Turnerwehr eine städtische Einrichtung.

Im Jahre 1882 bahnten sich endlich die Änderungen an, die darauf hinzielten, dass die bisher selbständige Turnerwehr Bestandteil der städtischen Bürgerfeuerwehr wurde und somit die gesamte Wehr des inneren Stadtbezirks unter ein Kommando kam. Die Wehren der Außenbezirke Meide und Neuenhaus blieben bestehen. Sie standen aber unter dem Befehl des Bürgermeisters. Am 23. Juni 1882 trat Friedrich Gustav Gottschalk als Hauptmann der Turnerfeuerwehr zurück. Das Kommando der neu gegründeten Freiwilligen Bürgerfeuerwehr Hildens übernahm somit Hauptmann Gustav Gerwien.

Am 30. Juni 1888 kam es erneut zu einem Führungswechsel. Der bisherige Zweite Hauptmann Fritz Decker übernahm das Amt des Ersten Hauptmanns. Unter seiner Leitung wurde auch der erste pferdebespannte Mannschaftswagen mit sechs Sitzplätzen erworben. Dies hatte nicht nur den Vorteil, schneller am Brandort einzutreffen, es konnte auch noch zusätzlich eine Spritze an den Mannschaftswagen angehängt werden.

Schlauchkarren Baujahr ca. 1890Die Schlagkraft der Wehr wurde hierdurch erheblich gestärkt. Ein großes Manko blieb aber nach wie vor die Löschwasserversorgung. Musste man das Wasser bisher mit Eimern von Hand zu Hand weiterreichen, bahnten sich am 24. Januar 1895 bessere Möglichkeiten an. Die Stadt erteilte der Feuerwehr die Erlaubnis, die Schläuche bei Bränden oder zu Übungszwecken an die etwa 30 damals vorhandenen Hydranten anzuschließen. Möglich machte dies ein Wasserabnahmevertrag zwischen den Städten Elberfeld und Hilden. Die Stadt Elberfeld hatte schon Jahre zuvor ihre Wasserleitungen quer durch Hilden verlegt. Nun bot sich die bequeme Möglichkeit, auch den Bedarf der Feuerwehr aus den Leitungen zu decken.

 1893 kam es abermals zu einer Wachablösung. Fritz Decker legte am 01. Oktober 1893 sein Amt als Erster Hauptmann nieder und sein Nachfolger wurdeAlbrecht Gottschalk. Zu seiner Amtszeit, die bis zum 01. Oktober 1898 dauerte, wurde die Wehr stetig weiter ausgebaut, ohne daß sich Wichtiges ereignet hätte. Die Größe der Wehr umfaßte damals 61 Männer, maßgeblich Fabrikarbeiter, Fuhrleute und Handwerker.

Im Januar 1896 wurde Karl Wilhelm Heitland neuer Bürgermeister in Hilden. Als Vorsitzender des Brandrats war er zugleich Chef der Hildener Wehren und wurde am 15 April 1899 auch zum Ersten Hauptmann gewählt. Sein erstes Ziel war die Bildung einer einheitlichen Feuerwehr für ganz Hilden. Bisher bestanden ja immer noch drei Organisationen nebeneinander: Die Bürgerfeuerwehr der Stadt und die beiden Wehren der Außenbezirke Neuenhaus und Meide.

Einweihung des neuen Steigerturms 1902Als in den Anfängen des 20. Jahrhunderts die Provinzialregierung eine einheitliche Organisation der Feuerwehren anstrebte und dabei die freiwilligen Wehren durch Pflichtwehren ersetzen wollte, stieß sie keinesfalls auf die Zustimmung der Hildener, da man freiwillige Wehren als schlagkräftiger anerkannte. Schließlich gewährte man der Stadt Hilden auch, da man die Effektivität der Wehr bei Brandeinsätzen erkannt hatte, dass sie neben oder anstatt der Freiwilligen Wehr keine Pflichtfeuerwehr bilden musste.

Gleichwohl veranlaßte Bürgermeister Heitland ein neues Statut, welches die Bildung einer Pflichtwehr für den Fall vorsah, dass „eventuell eintretende Differenzen in der freien Wehr diese nicht mehr leistungsfähig machen" würden. Diese neue Regelung trat im Juni 1908 in Kraft. Zu diesem Zeitpunkt war Fritz Niepenberg Erster Hauptmann der Wehr. Seine Ernennung erfolgte am 29. März 1907.

Am 27. Juli 1908 fand unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Heitland eine Sitzung von Vertretern der Wehren des Kreises Düsseldorf statt. Auf dieser Sitzung konstituierte sich der Kreisfeuerwehrverband Düsseldorf, dem sich sofort alle 14 vertretenen Wehren anschloßen. Hilden schied demzufolge aus dem Bergischen Gauverband aus.

Ebenfalls im Jahre 1908 beantragte die Wehr die Einrichtung einer elektrischen Alarmvorrichtung. Es sollten noch einige Jahre ins Land ziehen bevor am 14. Februar 1912 in einer Ratssitzung die Beschaffung einer elektrischen Feuermeldeanlage beschlossen wurde. Der Auftrag, der sich damals über 18.000 Mark belief, wurde an die Berliner Firma Max u. Genest vergeben, welche die Anlage bis zum Frühjahr 1913 fertigstellte. Zu dieser Anlage gehörten 13 öffentliche Feuermelder und 24 Privatmelder.

Die Anschaffung der elektrischen Alarmanlage war für lange Zeit die letzte große Neuanschaffung der Wehr vor dem ersten 
Weltkrieg. Der Krieg und die schwierige wirtschaftliche Lage waren auch die Gründe dafür, daß das 50jährige Jubiläum der 
Feuerwehr 1920 buchstäblich ins Wasser fiel.

Die zwanziger Jahre verliefen für die Hildener Feuerwehr ohne nennenswerte Zwischenfälle. Am 30. August 1927 starb Branddirektor Fritz Niepenberg und zu seinem Nachfolger wurde der Spirituosenfabrikant Fritz Hölterhof gewählt. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Wehr aus vier Löschzügen und war 152 Mann stark.

Als im Zuge des kommunalen Umgemeindungsverfahrens des Regierungsbezirks Düsseldorf der Landkreis Düsseldorf am 01. August 1929 zu bestehen aufhörte, trat an die Stelle des bisherigen Kreisfeuerwehrverbandes Düsseldorf der Kreisfeuerwehrverband Düsseldorf-Mettmann. Das 60jährige Bestehen der Hildener Feuerwehr war Anlass genug, Hilden als Austragungsort des ersten Festes des neuen Verbandes zu bestimmen.

Pünktlich zum Fest hatte die Wehr eine Neuerung erwerben können. Der erste motorisierte Mannschaftswagen, den man bei dem Hildener Fahrzeugwerk Fritz Lotze in Auftrag gegeben hatte, konnte in Dienst gestellt werden. Zur damaligen Zeit war dieses Fahrzeug aufs modernste ausgerüstet. Der 50-PS starke Motor wurde von der Firma Mercedes-Benz geliefert und das Fahrzeug konnte 10 bis 12 Feuerwehrmänner befördern. Neben 400 Meter Schlauchleitung, 2 Hängeleitern, 4 Schaumlöscher, 2 Naßlöscher, 1 Scheinwerfer waren auch diverse Geräte für Wald- und Heidebrände verfügbar.

Mit dem Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft gab es auch bei der Feuerwehr Hilden ab 1933 schwerwiegende Veränderungen. Die Nachfolge Fritz Niepenbergs trat am 23. Juli 1934 Oberbrandmeister Philipp Merker an. Der neue Wehrführer wurde auf das „Gesetz über das Feuerlöschwesen" vom 01. Januar 1934 und auf den „Führer und Volkskanzler Adolf Hitler" vereidigt.

In den Jahren 1935/36 war die Hildener Wehr wie folgt ausgestattet:

Löschzug I: motorisierter Mannschaftswagen mit Motorspritze, Schnellwagen, mechanische Leiter mit Pferdebespannung, Gasschutzgerät, Schlauch- und Steigerkarren, 520 Meter Schlauch.

Löschzug II: kombinierter Sprengwagen und Motorspritze, Schlauch- und Steigerkarre, 280 Meter Schlauch.

Löschzug III: Schlauch- und Steigerkarre, Hand-, Saug- und Druckspritze, 220 Meter Schlauch.

Löschzug IV: ausgerüstet wie Löschzug III.

Alle Löschzüge wurden durch die elektrische Alarmeinrichtung und durch Sirenen alarmiert. Die Löschzüge III und IV zusätzlich durch Hörner.

Von entscheidender Bedeutung sollte das „Gesetz über das Feuerlöschwesen" vom 23. November 1938 werden, welches für das ganze Reichsgebiet Gültigkeit hatte. Dieses Gesetz sollte aus den bisherigen Feuerwehren neu zu gründende Pflichtwehren mit einer „straff organisierten, vom Führerprinzip geleiteten und von geschulten Kräften geführte Polizeitruppe (Hilfspolizeitruppe) unter staatlicher Aufsicht" machen.

Zugleich wurden alle bestehenden Feuerwehrverbände aufgelöst und die Freiwilligen Wehren verloren ihren bisherigen Vereinscharakter. Die Wehrmänner wurden in die Ordnungspolizei eingegliedert und wurden auf den "Führer" vereidigt. Außerdem sollte die Feuerwehr in Zukunft nicht nur bei Bränden sondern auch bei Katastrophen aller Art eingesetzt werden(5). Um diese neuen Aufgaben zu gewährleisten, stand die Modernisierung der Wehr in den nächsten Jahren im Vordergrund.

zum 75 Geburtstag von Johann Thelen 1937

Im Januar 1938 übernahm Oberbrandmeister Wilhelm Thelen das Kommando von Oberbrandmeister Philip Merker. Kurz nach seinem Amtsantritt hatte Wilhelm Thelen bereits einen Plan ausgearbeitet, der folgende Neuanschaffungen vorsah:

ein Anhänger für den Mannschaftswagen, in den die vorhandene 400 Liter Spritze eingebaut werden konnte, eine zweite Motorspritze (800 Liter) einen zweiten Mannschaftswagen und eine mechanische Leiter

Zudem bekam die Feuerwehr ein neues Übungsgelände an der Schützenstraße, wo auch ein neuer Steigerturm errichtet wurde. Die bedeutendste Anschaffung jener Jahre war eine 22 Meter lange motorisierte Magirus-Kraftdrehleiter (DL22), die in Ulm gefertigt und mit großer Mühe im Juni 1940 nach Hilden gebracht wurde.

Die immer stärkeren Einberufungen von Wehrmännern schwächte die Schlagkraft der Feuerwehr im bedenklichen Maße und man musste auf andere Reserven zurückgreifen. Schließlich ging man dazu über, eine HJ-Feuerwehrschar von 20-25 Jungen zu bilden, die die Wehr bei Einsätzen unterstützen sollte. Als auch dies nicht mehr ausreichte, wurden 26 Frauen und Mädchen ausgebildet, die aber nicht mehr zum Einsatz kamen.

Auch nach dem Einmarsch amerikanischer Verbände in Hilden am 16. April 1945, verfügte die Wehr nach wie vor über ihre moderne Ausrüstung und konnte auch ihren Kommandeur Wilhelm Thelen behalten. Sonst gab es keinerlei große Veränderungen. 

Das „Gesetz über das Feuerlöschwesen" von 1938 wurde erst 1948 durch das „Gesetz über den Feuerschutz im Lande Nordrhein-Westfalen" ersetzt.

Ab dem 01. Oktober 1945 wurde die Feuerwehr zusätzlich mit dem Krankentransport beauftragt, wofür mehrere Spezialfahrzeuge angeschafft werden mussten. Im Jahre 1950 konstituierte sich der Kreisfeuerwehrverband Düsseldorf-Mettman erneut, dessen stellvertretenden Vorsitz Wilhelm Thelen übernahm.

Die Modernisierung der Wehr stand jetzt an erster Stelle. Neue Unterkünfte für Fahrzeuge und Geräte wurden dringend gesucht. Schließlich wurde der Wunsch nach einem eigenen Feuerwehrhaus immer stärker und der Rat der Stadt beschloß den Neubau eines Feuerwehrhauses am Holterhöfchen. 1959 konnte endlich das neue Domizil der Feuerwehr übergeben werden.

Durch die Gesetzesänderung 1938 war die Feuerwehr zu einer städtischen Einrichtung geworden und dies auch nach der erneuten Änderung 1948 geblieben. Demnach oblag auch die Ausrüstung der Wehr der Stadt, was zusätzlich noch einmal in dem „Landesgesetz über den Feuerschutz" 1958 niedergelegt wurde. In diesem Gesetz wurde deutlich gemacht, dass die Aufgabenbereiche der Wehr nicht mehr ausschließlich der Brandbekämpfung, sondern auch Katastrophenbekämpfung jeglicher Art sowie den Krankentransport beinhaltet.

Nach fast 30jähriger Dienstzeit schied Wilhelm Thelen 1963 aus seinem Amt aus. Sein Nachfolger wurde Wilhelm Giesen.

Ende der sechziger Jahre blickte die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Hilden auf ein bewegtes, ereignisreiches und vor allen Dingen für sie erfolgreiches Jahrhundert zurück, was in einer großen Feier im Mai 1970 gebührend gefeiert wurde.

TLF 16/25 im Einsatz von 1975 bis 2003