80 Jahre UNICEF, 80 Städte gratulieren: Anlässlich des 80. Geburtstags des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen haben sich Städte in ganz Deutschland an einer besonderen Geburtstagsaktion beteiligt. Unter dem Motto „EIN HERZ FÜR UNICEF“ gestalten Künstler*innen aus den teilnehmenden Städten jeweils ein individuelles Kunst-Herz als Zeichen der Verbundenheit und Unterstützung. Auch Hilden ist Teil dieser bundesweiten Aktion. Das Besondere: Das Hildener Kunst-Herz stammt von der international renommierten Künstlerin Meral Alma und wurde jetzt im Rathaus an UNICEF übergeben.
Die Aktion verbindet künstlerisches Engagement mit einer wichtigen Botschaft: Seit 80 Jahren setzt sich UNICEF weltweit für die Rechte und das Wohl von Kindern ein. Gegründet am 11. Dezember 1946, zunächst mit dem Ziel, notleidende Kinder im kriegszerstörten Europa und anderen Regionen mit Nahrung, medizinischer Versorgung und Bildung zu unterstützen, ist UNICEF heute in mehr als 190 Ländern aktiv. Das Kinderhilfswerk leistet sowohl akute Nothilfe, um Leben zu retten, als auch langfristige Unterstützung, um Kindern dauerhaft Perspektiven zu eröffnen.
Durch seine langjährige weltweite Expertise und sein breites Netzwerk an Partner*innen hat UNICEF entscheidend dazu beigetragen, die Lebensbedingungen von Kindern nachhaltig zu verbessern. So ist beispielsweise die Kindersterblichkeit bei unter Fünfjährigen seit 1990 um 60 Prozent gesunken, unter anderem dank einer besseren Gesundheitsversorgung, sicherem Trinkwasser und ausreichender Ernährung. Impfungen haben in den vergangenen 50 Jahren 154 Millionen Menschenleben gerettet, und mehr Kinder besuchen eine Schule als je zuvor.
Trotz dieser großen Fortschritte stehen Kinder und die Verwirklichung ihrer Rechte weltweit weiterhin vor gewaltigen Herausforderungen. Kriege, Vertreibung und die Folgen des Klimawandels bringen immer mehr Kinder in Gefahr. Fast jedes fünfte Kind lebt inzwischen in einem Konfliktgebiet – so viele wie nie zuvor. Rund 50 Millionen Kinder sind aufgrund von Gewalt und Konflikten auf der Flucht. Fast die Hälfte aller Kinder wächst bereits heute in Ländern auf, die besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind.
Eine Idee, die seit 25 Jahren Herzen bewegt
Hinter der Geburtstagsaktion steckt eine besondere Geschichte: Heribert Klein, Ideengeber der Aktion und Mitglied des Deutschen Komitees für UNICEF, hatte bereits im vergangenen Sommer die Idee, UNICEF zum 80. Geburtstag mit einem ganz besonderen Geschenk zu überraschen.
„Ich wollte zum 80. Geburtstag des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen etwas Besonderes auf den Weg bringen. Die Idee war, in 80 Städten in Deutschland die (Ober-)Bürgermeister*innen dafür zu gewinnen, eine*n Künstler*in oder eine prominente Persönlichkeit aus ihrer Stadt zu bitten, ein individuelles Kunst-Herz für UNICEF zu gestalten. Dass sich auch Hilden an dieser besonderen Aktion beteiligt, freut mich ganz besonders“, erklärt Heribert Klein.
Dass aus einer kleinen Idee eine große Hilfsaktion werden kann, hat Heribert Klein bereits vor vielen Jahren bewiesen. Schon 2001 hatte er die Aktion „EIN HERZ FÜR UNICEF“ für das Deutsche Komitee für UNICEF ins Leben gerufen. Das erste Herz aus Fichtenholz überreichte er seinem Freund, dem damaligen UNICEF-Weltbotschafter Sir Peter Ustinov, zu dessen 80. Geburtstag.
Was damals mit einem einfachen Fichtenholz-Herz aus Filzmoos und einem Materialwert von gerade einmal einem Euro begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte. In bislang 17 unterschiedlichen Einzelaktionen wurde daraus eine weltweite Hilfsaktion für KINDER IN NOT.
Viele machten mit: Schüler*innen, Politiker*innen, Sportler*innen, Künstler*innen sowie zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft, Kunst und Politik. Sie alle gestalteten ihr ganz persönliches HERZ FÜR UNICEF und trugen dazu bei, die Idee weiterzutragen und Hilfe für Kinder in Not zu ermöglichen.
„Das war für mich mehr als ein Grund, diese besondere Aktion fortzusetzen. Zum 80. Geburtstag von UNICEF wollte ich deshalb eine gemeinsame Gratulation aus 80 Städten auf den Weg bringen“, so Heribert Klein.
Ein Kunst-Herz für UNICEF aus Hilden
Einen besonderen Beitrag zu dieser bundesweiten Geburtstagsaktion leistet die Stadt Hilden mit einem Kunstwerk der international renommierten Künstlerin Meral Alma. Im Beisein von Bürgermeister Claus Pommer wurde das in Bronze gestaltete Kunst-Herz jetzt im Hildener Rathaus offiziell an Heribert Klein übergeben.
Für Bürgermeister Claus Pommer ist die Beteiligung an der Aktion auch Ausdruck einer besonderen Verbundenheit der Stadt mit UNICEF: „Es ist mir eine große Freude und Ehre, dass sich die Stadt Hilden an der bundesweiten Aktion ‚Ein Herz für UNICEF‘ zum 80. Geburtstag des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen beteiligen darf. Dass Hilden Teil dieser besonderen Geburtstagsaktion ist, erfüllt mich mit Stolz. Denn das Wohl von Kindern, insbesondere von Kindern in schwierigen Lebenssituationen, hat in unserer Stadt einen hohen Stellenwert. Kindern in Not zu helfen und ihnen Perspektiven für eine bessere Zukunft zu eröffnen, ist für uns eine echte Herzensangelegenheit. Das unterstreicht nicht zuletzt die inzwischen 40-jährige Tradition der UNICEF-Gala in Hilden. Umso mehr freut es mich, dass die international renommierte Künstlerin Meral Alma die Gestaltung des Hildener Kunst-Herzens übernommen hat. Mit ihrer außergewöhnlichen künstlerischen Arbeit verleiht sie der Botschaft dieser Aktion einen ganz eigenen Ausdruck.“
Das in Bronze gestaltete Herz ist weit mehr als ein Kunstwerk: Es steht für Menschlichkeit, Mitgefühl, Zusammenhalt und die Bereitschaft, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Werte, die unsere Gemeinschaft prägen und für die UNICEF seit 80 Jahren weltweit eintritt.
„Dieses Herz soll deshalb nicht nur ein Geburtstagsgruß aus Hilden sein, sondern auch ein sichtbares Zeichen unserer Verbundenheit mit UNICEF und unserer gemeinsamen Verantwortung für die Zukunft aller Kinder,“ so Pommer.
Meral Alma:
„Vor rund zehn Jahren habe ich für UNICEF ein Herz aus Fichtenholz gestaltet. Damals war es ein Zeichen der Hoffnung. Heute ist es ein Herz aus Bronze, einem Material, das Jahrhunderte überdauert. Darin liegt für mich ein Versprechen, das bleibt: nicht wegzusehen, wenn Kinder uns brauchen, sondern genau hinzusehen.
Dieses Versprechen gilt jedem Kind. Kein Kind trägt die Verantwortung für die Welt, in die es hineingeboren wird. Sein Recht auf Schutz und auf eine unbeschwerte Kindheit ist nicht verhandelbar, ganz gleich, wo es geboren wird. Dafür steht UNICEF seit 80 Jahren.
Dass dieses Herz in Hilden übergeben wird, bedeutet mir viel. Vier Jahrzehnte lang hat die UNICEF-Gala hier Stadt und Menschen für Kinder in Not zusammengebracht. Das ist ein Erbe, das in diesem Herzen weiterlebt.
Ich danke der Stadt Hilden und Bürgermeister Dr. Claus Pommer für ihr Vertrauen. Und ich danke Heribert Klein, der aus einem einfachen Holzherz eine Bewegung gemacht hat, die seit 25 Jahren Herzen öffnet.“

