Integration und Inklusion
Das Ziel von Integration und Inklusion ist, dass alle Menschen in unserer Stadt gleiche Chancen und Teilhabemöglichkeiten haben in Bezug auf alle Bereiche gesellschaftlichen Lebens.
Zugang zu Bildung, Freizeitaktivitäten, Mobilität etc. müssen für alle Mitglieder der Gesellschaft gleichermaßen gewährleistet sein - unabhängig von Alter und Geschlecht, dem Vorliegen einer Behinderung oder dem Zuzug aus einem anderen Land.
Inklusion
Inklusion bezeichnet die Ermöglichung einer selbstbestimmten und selbstständigen Lebensführung der Menschen mit Behinderung. Um dies sicherzustellen, gilt es die Beteiligung von Menschen mit Behinderung an kommunalen Entscheidungsprozessen und die Entwicklung einer barrierefreien Stadt Hilden zu fördern und umzusetzen.
Der Behindertenbeirat ist das Gremium, das die Interessen von Menschen mit Behinderung politisch vertritt.
Schwerbehindertenausweis
Behindertenparkplätze und sonstiges
Beratungsangebot für Erwachsene mit geistiger Behinderung
Irgendwann kommt der Tag, da möchte jede einzelne Person dem elterlichen Zuhause den Rücken kehren und in die erste eigene Wohnung ziehen. Menschen mit einer geistigen Behinderung und deren Angehörige stellen sich dann viele Fragen:
- Welche Wohnformen gibt es überhaupt?
- Welche Anträge sind zu stellen?
- Wer unterstützt bei den Dingen des Alltags?
- Und wer finanziert das alles?
Antworten auf diese und viele weitere Fragen hat Christian Jakubczak von der Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe) für Menschen mit geistiger Behinderung im Kreis Mettmann. Die KoKoBe berät im gesamten Kreisgebiet Menschen mit geistiger Behinderung und deren Angehörige zu den Themen Wohnen, Arbeiten und Freizeit.
Die Beratung erfolgt im Rahmen von Hausbesuchen. Dies hat sich bewährt, da Menschen im bekannten Umfeld gelöster agieren. Außerdem machen auch Angehörige von dem Angebot des Hausbesuchs sehr gerne Gebrauch. Ein wichtiger Pluspunkt dabei ist die Verfügbarkeit von Bescheiden, Diagnosen und Berichten, die zu einer zielführenden Beratung benötigt werden. Diese sind im häuslichen Umfeld sofort einzusehen.
Für die Vereinbarung von Terminen ist Herr Jakubczak telefonisch oder per Email zu erreichen:
Telefon: 02104 / 99 2384
Mail: christian.jakubczak@kreis-mettmann.deBlinden und Sehbehindertenverband Nordrhein
Koordinierungs-, Kontakt-, und Beratungsstelle
Amt für Menschen mit Behinderung (Kreis ME)
Integration
In der Stadt Hilden leben Menschen, die aus über 100 verschiedenen Ländern der Erde nach Deutschland kamen. Die Gründe dafür sind fast so vielfältig wie die Kulturen aus denen sie stammen: Oft verließen sie ihre Heimat nicht freiwillig, sondern aufgrund von Kriegen oder Krisen. Aber auch wirtschaftliche, familiäre und sonstige Gründe waren für viele Menschen der Anlass nach Deutschland bzw. nach Hilden zu kommen.
Die Erfahrung zeigt: Egal, aus welchen Gründen Menschen aus anderen Ländern zu uns kommen - sie leben gerne in Hilden und planen ihre Zukunft hier. Mit dem Zuzug von Menschen verändert sich eine Gesellschaft.
Die kommunalen Institutionen und ein großes Netzwerk ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer begleiten und gestalten den Prozess der Integration der Zugewanderten auf vielfältige Weise – letztlich zugunsten aller Menschen in der Stadt. Dementsprechend ist das Klima in der Stadt durch Weltoffenheit, Respekt und Akzeptanz gekennzeichnet.
Integrationsbeauftragter
Seit jeher wird in Hilden die Integration von Zugewanderten als eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft („gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe“) betrachtet. Daher kann „Integration“ nicht die Aufgabe einer einzelnen Stelle oder eines Fachbereichs sein. Dennoch gibt es in der Verwaltung die Stelle des Integrationsbeauftragten. Hier laufen die Fäden zusammen, was die konzeptionelle Arbeit, Planungen und Projekte der Stadt betrifft.
Der Integrationsbeauftragte ist Ansprechpartner der Verwaltung für den Integrationsrat, dessen Sitzungen er beiwohnt und deren Tagesordnungen er mitgestaltet. Er ist außerdem Ansprechpartner für das „Netzwerk der Hildener Migrantenvereine“ mit dem die Stadt bezüglich der Planung der Integrationsarbeit kooperiert. Der Integrationsbeauftragte wickelt außerdem das Antragsverfahren für den „Maßnahmenkatalog Integration“ ab, einen Topf von jährlich 20.000 Euro , aus dem alle Stellen in der Stadt Geld zur Förderung von integrativen Projekten und Maßnahmen beantragen können. Beim Integrationsbeauftragten sind die Anträge einzureichen, wonach er dem Sozialausschuss einen Vorschlag vorlegt, der dann letztlich über die Vergabe der Mittel entscheidet.
Der Integrationsbeauftragte ist auch Ansprechpartner für Menschen, die sich ehrenamtlich im Bereich der Flüchtlingshilfe engagieren oder dies planen. Er ist u.a. die Schnittstelle zum Kreis Mettmann, von wo Landesmittel (Förderprogramm „KOMM AN NRW“) für die ehrenamtliche Arbeit dieses Zusammenhangs bereitgestellt werden.
Die Verleihung des „Förderpreises Integration“ wird ebenfalls vom Integrationsbeauftragten durchgeführt. Bei ihm sind Vorschläge einzureichen, er beruft die Jury ein und organisiert den Festakt der Preisverleihung.
Der Integrationsbeauftragte erteilt zudem Auskunft zu Fragen, die in Zusammenhang stehen mit den Themen Integration und Migration. Eine persönliche Vorsprache kann gerne nach Terminabsprache erfolgen.
Internationale Wochen gegen Rassismus
Projekt | ImDialog – Deine Stimme, deine Identität, unsere Vielfalt
Junge Menschen gestalten ihre Stadt mit.
Das Projekt „ImDialog – Deine Stimme, deine Identität, unsere Vielfalt“ richtet sich an junge Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren. Sie können ihre Ideen und Erfahrungen einbringen und aktiv mitgestalten.
Im Mittelpunkt steht der Dialog: Junge Menschen kommen miteinander und mit anderen Menschen ins Gespräch. Sie entwickeln eigene Angebote, zum Beispiel Workshops, kulturelle Veranstaltungen und Gesprächsformate.
Dabei geht es um Fragen wie:
- Wie wollen wir in unserer Stadt zusammenleben?
- Wie können alle Menschen mitmachen und ihre Meinung sagen?
- Was können wir gegen Vorurteile und Ausgrenzung tun?
- Wie können wir Vielfalt sichtbar machen und gegenseitigen Respekt stärken?
Die jungen Menschen entscheiden dabei selbst mit, welche Themen ihnen wichtig sind und welche Angebote sie gestalten möchten. Sie übernehmen Verantwortung und lernen, wie demokratische Beteiligung funktioniert.
Das Projekt setzt sich für ein respektvolles Miteinander ein. Es möchte Vorurteile abbauen und Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Queerfeindlichkeit entgegenwirken.
Ein wichtiger Teil des Projekts ist der Peer-Ansatz. Das bedeutet: Junge Menschen gestalten Angebote für andere junge Menschen. Sie geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiter und werden dabei unterstützt. So können sie eigene Ideen umsetzen und erleben: Meine Stimme zählt. Ich kann etwas bewegen.
Wer kann mitmachen?
Das Projekt richtet sich an junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren. Besonders angesprochen sind junge Menschen mit Flucht- oder Zuwanderungsgeschichte. Die Teilnahme soll unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung oder sexueller und geschlechtlicher Identität möglich sein.
Ein Projekt für mehr Beteiligung und Vielfalt
„ImDialog“ ist ein Förderprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen. Es wird im Rahmen des Landesprogramms „Teilhabe, Demokratiebildung und Extremismusprävention für junge Geflüchtete“ durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration (MKJFGFI) gefördert.
Das Projekt baut auf den Erfahrungen des Vorgängerprojekts „Zusammen aktiv vor Ort – Gesellschaftliche und politische Teilhabe gestalten“ auf. In den vergangenen drei Jahren wurden dort junge Menschen dabei unterstützt, sich in Hilden gesellschaftlich und politisch einzubringen.
Jetzt geht es weiter – mit neuen Ideen, neuen Begegnungen und vor allem mit den Stimmen junger Menschen.
