Gleichstellungskonferenz weist auf Aktion zur anonymen Spurensicherung hin

Ein fester Tagesordnungspunkt war erneut das wichtige Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Dabei tauschten sich die Teilnehmerinnen über aktuelle Entwicklungen, Präventionsmaßnahmen und Unterstützungsangebote aus. 

Die Konferenz nutzten die Gleichstellungsbeauftragten außerdem, um auf die aktuelle Aktion des SKFM Mettmann e. V. zur anonymen Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt aufmerksam zu machen. 

Mit Beginn des Sommers steigt auch die Zahl von sexualisierten Belästigungen und Übergriffen. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene ihre Möglichkeiten kennen. Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Mettmann unterstützen deshalb eine Aktion des SKFM Mettmann zur Anonymen Spurensicherung nach Sexualstraftaten. 

In den kommenden Wochen werden in vielen Städten des Kreises Bodenaufkleber an gut sichtbaren und öffentlich zugänglichen Stellen angebracht. Die vom SKFM Mettmann entwickelten Aufkleber weisen auf die Möglichkeit der Anonymen Spurensicherung hin und machen auf das bestehende Beratungsangebot aufmerksam. Über einen QR-Code gelangen Betroffene und Interessierte direkt zu weiterführenden Informationen. Die Anonyme Spurensicherung ermöglicht es Betroffenen einer Sexualstraftat, mögliche Tatspuren zeitnah sichern zu lassen, ohne sofort Anzeige erstatten zu müssen. Die Spuren werden vertraulich aufbewahrt, sodass Betroffene später in Ruhe entscheiden können, ob sie rechtliche Schritte einleiten möchten. Das Angebot steht allen Betroffenen sexualisierter Gewalt offen. 

„Gerade nach einer Gewalterfahrung brauchen Betroffene Zeit, Sicherheit und verlässliche Unterstützung. Die Möglichkeit einer anonymen Spurensicherung kann dazu beitragen, wichtige Beweise zu sichern und den Druck einer sofortigen Entscheidung zu nehmen“, so die Gleichstellungsbeauftragten. 

Weitere Informationen zur Anonymen Spurensicherung, zu den kooperierenden Kliniken sowie zu Beratung und Begleitung gibt es beim SKFM Mettmann.