Seit mehr als zwei Jahrzehnten begleitet die Busschule Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen in Hilden auf ihrem Weg zu mehr Selbstständigkeit und Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr. Die Eugen-Otto-Butz-Stiftung fördert das Angebot seit 2003 und ermöglicht damit die kontinuierliche Durchführung für alle Hildener Viertklässlerinnen und Viertklässler. Die Stiftung setzt sich für die Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr ein und fördert Projekte und wissenschaftliche Untersuchungen zur Unfallprävention sowie zur Verbesserung der Mobilität. Die Busschule haben bereits mehr als 13.300 Kinder seit dem Start im Jahr 2002 durchlaufen. Im Jahr 2026 nehmen acht Hildener Grundschulen an der Busschule teil; in insgesamt 22 Durchgängen nehmen etwa 550 Schülerinnen und Schüler das verkehrspädagogische Angebot wahr.
Annette Grabbe, Vorständin der Rheinbahn, erklärt: „Sicherheit ist die Grundlage für selbstständige Mobilität. Deshalb setzt die Busschule genau dort an, wo Kinder unterwegs sind: im Alltag. Sie lernen nicht nur Regeln kennen, sondern erleben direkt im Bus und an der Haltestelle, wie sie Gefahren erkennen und sicher handeln können. Wer früh lernt, sich sicher im öffentlichen Nahverkehr zu bewegen, gewinnt an Selbstständigkeit und Vertrauen. Genau das ist auch ein zentrales Ziel unserer Sicherheitsstrategie 2030. Gemeinsam mit der Stadt Hilden, der Eugen-Otto-Butz-Stiftung und der Kreispolizei Mettmann leisten wir so einen wichtigen Beitrag für sichere Schulwege.“
Sönke Eichner, 1. Beigeordneter und Jugenddezernent der Stadt Hilden, ergänzt: „Die Busschule der Rheinbahn ist seit 25 Jahren ein echtes Erfolgsmodell – sie gibt unseren Kindern nicht nur praktisches Wissen mit auf den Weg. Tausende von Kindern haben in dieser Zeit gelernt, den öffentlichen Nahverkehr sicher, selbstständig und selbstbewusst zu nutzen. Mein herzlicher Dank gilt der Rheinbahn, der Eugen-Otto-Butz-Stiftung sowie der Polizei, die dieses wertvolle Projekt möglich machen.“
Franz Haug, Vorstand der Eugen-Otto-Butz-Stiftung, betont: „Die Busschule ist ein Erfolgsmodell, das Schule macht. Sie stärkt die Sicherheit unserer Kinder im Alltag und ist damit eine Investition, die sich jeden Tag auszahlt.“
Praktisches Training für mehr Sicherheit
Täglich sind etwa 60.000 Schülerinnen und Schüler mit den Fahrzeugen der Rheinbahn im ganzen Netz unterwegs. Ziel der Busschule ist es, die Sicherheit auf dem Schulweg und in der Freizeit zu erhöhen, Unfällen vorzubeugen, die Kinder für Gefahrenquellen zu sensibilisieren und ihre Mobilitätskompetenz zu stärken. Mit Beginn des fünften Schuljahrs steht für viele Kinder ein neuer, häufig längerer Schulweg an, für den sie selbstständig den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Die Busschule bereitet sie darauf vor; der Bus ist dabei Unterrichtsraum und Demonstrationsobjekt zugleich und hat so den größtmöglichen Realitätsbezug.
Im Mittelpunkt stehen praktische Übungen direkt am und im Bus. Die Kinder lernen, Gefahren an Haltestellen frühzeitig zu erkennen, üben das sichere Ein- und Aussteigen und erfahren bei verschiedenen Bewegungs- und Geschicklichkeitsübungen, welche Auswirkungen Brems- und Fahrmanöver haben können. So bekommen sie wichtige Verhaltensregeln nicht nur vermittelt, sondern erleben sie unmittelbar.
Die nachhaltige Wirkung des Projekts ist wissenschaftlich bestätigt: Eine Evaluationsstudie der Bergischen Universität Wuppertal kommt zu dem Ergebnis, dass die Inhalte der Busschule typische Gefahrensituationen im Schulbus aufgreifen, Kinder für Risiken im Zusammenhang mit dem öffentlichen Nahverkehr sensibilisieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten vermitteln.

