Marie-Colinet-Sekundarschule auf den Spuren jüdischer und verfolgter Menschen

Gemeinsam mit Frau Hedderich vom Arbeitskreis Stolperstein, der Schulhündin Nola und den Leiterinnen der VLiPs, Astrid Kierdorf und Nicola Tang , machten sich die Jugendlichen auf den Weg zu verschiedenen Stolpersteinen in der Stadt. Dabei erfuhren sie mehr über Menschen, deren Leben während der nationalsozialistischen Herrschaft durch Verfolgung, Ausgrenzung und Gewalt zerstört wurde.

Im Mittelpunkt stand unter anderem die Geschichte der Familie Herz und besonders das Schicksal des kleinen Manfred Herz. Auch die Lebenswege der ukrainischen Jugendlichen Antonina Tscherbakowa und Jawdocha Bjelouss wurden vorgestellt. Die beiden jungen Frauen wurden aus ihrer Heimat und ihrem familiären Umfeld verschleppt, mussten in Hilden Zwangsarbeit leisten und wurden schließlich ermordet.

Die Stolpersteine machen aus Geschichte keine bloßen Zahlen und Namen. Sie erinnern an konkrete Menschen, ihre Familien und ihre Lebensgeschichten – mitten im heutigen Stadtbild. Für die Schülerinnen und Schüler wurde so deutlich, dass Geschichte nicht irgendwo weit entfernt passiert ist, sondern auch in Hilden Spuren hinterlassen hat.

Mit vielen Fragen, neuen Eindrücken und einem wachen Blick für die kleinen Messingsteine kehrten die VLiPs schließlich zurück. Ein lehrreicher und bewegender Nachmittag, der gezeigt hat: Erinnern heißt auch, hinzuschauen und die Geschichten hinter den Namen nicht zu vergessen.

Ein besonderer Dank gilt Frau Hedderich für die anschauliche und kindgerechte Begleitung auf diesem wichtigen Weg durch die Geschichte Hildens.