Drei Jahre lang haben Laura Remling, Christina Arlt, Christian Dyla und Sebastian Mark gelernt Menschenleben zu retten: Wie funktioniert ein Defibrillator? Welche Blutdruckwerte sind besorgniserregend? Wie wirkt welches Medikament im Körper und welche Nebenwirkungen hat es?
Die Ausbildung gliedert sich blockweise in insgesamt 1.920 Stunden theoretische Ausbildung an der Bildungsakademie Kreis Mettmann, 1.960 Stunden praktzische Ausbildung in der Rettungswache in Hilden und 720 Stunden Ausbildung in einem Krankenhaus.
„Alle vier haben die Abschlussprüfung mit Bravour bestanden“, freut sich Rettungsdienstkoordinator Tobias Sczepanski. „Das ist eine großartige Leistung!“
Die Qualifikation „Notfallsanitäter*in“ gibt es in Deutschland seit 2014.
Die dreijährige Ausbildung ermöglicht Schulabgänger*innen den direkten Einstieg in den Rettungsdienst und löst damit den bisherigen „Rettungsassistenten“ ab.
„Die Stadt Hilden war 2015 eine der ersten Kommunen, die das Berufsbild ‚Notfallsanitäter*in‘ in ihr Portfolio aufgenommen hat“, erklärt Tobias Sczepanski. „Wir haben so unser Ausbildungs- und Qualifikationsspektrum ausgeweitet, um langfristig den Nachwuchs für den Bereich Rettungsdienst sicherzustellen.“
Den Auszubildenden stehen feste Praxisanleiter*innen zur Seite, um sie im Einsatz am Patienten oder beim Lernen auf der Wache zu unterstützen.
Im September 2026 haben direkt vier neue Personen die Ausbildung begonnen.
Marc von Kannen, Timon Gladis, Elisabeth Lobell und Pia-Sophie Hamm.
Herr von Kannen und Herr Gladis sind bereits als Oberbrandmeister bzw. Brandmeister bei der Feuerwehr Hilden tätig und bilden sich nun fort.
Frau Lobell und Frau Hamm treten frisch, nach ihrem erfolgreichen Auswahlverfahren, dem Team der Feuerwehr Hilden bei.
Um den Ausbildungsplatz zu bekommen, mussten die Bewerber*innen einige Vorrausetzungen erfüllen. In einem schriftlichen Test haben sie zum Beispiel Fragen zum räumlichen, logischen und mathematischen Denken beantwortet.
„Anschließend haben wir ihre körperliche Fitness und die Kommunikationsfähiugkeit, sowie die Teamarbeit auf die Probe gestellt“, berichtet Tobias Sczepanski.
Zusammen mit einem erfahrenen Kollegen sollten die Kandidatinnen und Kandidaten einen 80kg schweren Patienten mittels Tragestuhl in die dritte Etage transportieren.
Bei dieser Aufgabe werden die für den Beruf als Notfalsanitäter*in wichtigsten Fähigkeiten abgerufen:
„Wer ist motiviert, packt an, kommuniziert klar und verständlich und bleibt auch in stressigen Situationen ruhig? , erläutert Tobias Sczepanski, „denn im Ernstfall zählt jede Sekunde und gute Kommunikation mit den Teamkollegen, um dem Patienten schnell und kompetent helfen zu können.“
Das eigentliche Handwerk das Fachwissen und später die Routine, lernen die Auszubildenden im Rahmen ihrer Ausbildung.

