Frauen und Politik am Weltfrauentag in Hilden

Frauen in die Politik! Diese Aufforderung steht im Fokus des Veranstaltungsprogramms zum Weltfrauentag am Sonntag, 8. März 2026. Das Bürgerhaus Hilden wird von 10 bis 17 Uhr auf vier Etagen zum Treffpunkt für Austausch und Diskussion rund um politische Beteiligung von Frauen. Die Gleichstellungsstelle der Stadt Hilden und die „Politischen Frauen“ aus Hilden machen politische Arbeit sichtbar, teilen Erfahrungen und zeigen unterschiedliche Wege des Engagements auf. Eingeladen sind alle, die sich informieren, austauschen oder einfach einmal hören möchten, wie politisches Mitwirken aussehen kann. 

Im Zentrum stehen Gespräche über Erfahrungen, über Zugangswege zur Politik und über die Frage, wie politische Beteiligung weiblicher und vielfältiger werden kann. „Wir wollen Frauen in allen Lebensphasen und -situationen ansprechen“, erklärt die städtische Gleichstellungsbeauftragte Kirsten Max. 

Das Programm verbindet unterschiedliche Formate. Eine Podiumsdiskussion bringt Politikerinnen ins Gespräch. In einem interaktiven World-Café können die Teilnehmenden in den Dialog mit den politisch Aktiven gehen und Ideen einbringen. Vernetzung und informelle Gespräche sind ausdrücklich erwünscht und Teil der Veranstaltung. Optional können weitere Programmpunkte, etwa die Führung durch die Ausstellung „Hannah Arendt - Fragmente“ von Razeea Lindner in der Galerie oder eine Filmvorführung im Sitzungssaal des Bürgerhauses gebucht werden. 

Anlass für die Veranstaltung sind aktuelle Zahlen zur politischen Repräsentation. In Hilden sind derzeit 17 von 56 Ratsmitgliedern weiblich. Das entspricht rund 30 Prozent. Vergleichbare Anteile zeigen sich auch im Landtag Nordrhein-Westfalen und im Bundestag.

„Frauen stellen mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung, sind politisch aber deutlich seltener vertreten“, sagt Kirsten Max, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hilden. „Politische Entscheidungen betreffen alle. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Perspektiven vertreten sind.“ 

Die Veranstaltung greift unterschiedliche Gründe auf, warum politische Beteiligung nicht für alle gleichermaßen erreichbar ist. Themen sind unter anderem strukturelle Rahmenbedingungen, persönliche Erfahrungen und Erwartungen an Politik auf kommunaler Ebene.

„Viele Frauen bringen großes Interesse und Kompetenz mit, stoßen aber auch auf Hürden“, sagt Anna Meike Reimann von den Politischen Frauen Hilden. „Der Austausch darüber kann Mut machen, informieren und neue Wege eröffnen.“ 

Als Veranstaltungsort wurde bewusst das Bürgerhaus gewählt. „Hier finden zentrale demokratische Prozesse der Stadt statt“, erklärt Kirsten Max. „Das macht es zu einem passenden Ort für Gespräche über Mitgestaltung und Engagement.“ Die Begrüßung übernimmt Bürgermeister Claus Pommer. 

Die Veranstaltung richtet sich an Frauen. Ziel ist es, gemeinsam ins Gespräch zu kommen und Verbindungen zu schaffen – als Grundlage für gesellschaftliche Veränderungen. 

Anmeldung: online unter www.hilden.de/frauenindiepolitik