„Mehr miteinander statt übereinander lachen!“
Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus lädt die Jugendförderung der Stadt Hilden am 21. März 2026 um 18:30 Uhr zu einer besonderen Abendveranstaltung ins Area 51, Furtwängler Straße 2B, ein. Ziel des Abends ist es, Rassismus sichtbar zu machen, Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Räume für Begegnung, Reflexion und Dialog zu eröffnen.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Claus Pommer beginnt das Programm mit einem interaktiven Vortrag von Mohamed El Boujaddaini unter dem Titel „Was darf man heute noch sagen?“. Anhand konkreter Beispiele aus Alltag, Beruf und öffentlichem Raum setzt er sich mit Diskriminierung, Zuschreibungen und vermeintlichen „Grenzen des Sagbaren“ auseinander. Im Mittelpunkt stehen alltagstaugliche Strategien im Umgang mit diskriminierenden Situationen sowie Fragen von Zivilcourage und respektvollem Widerspruch.
Im Anschluss rückt Comedy als Mittel gesellschaftlicher Auseinandersetzung in den Fokus. Khalid Bounouar und Benaissa Lamroubal greifen in ihren Programmen Alltagssituationen auf, in denen Vorurteile, Missverständnisse oder Ausgrenzung sichtbar werden. Durch Humor eröffnen sie Zugänge zu sensiblen Themen und ermöglichen Perspektivwechsel.
Den Abschluss bildet eine interaktive Podiumsdiskussion mit allen Beteiligten. Das Publikum ist eingeladen, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen. Diskutiert wird, welche Rollen Sprache, Humor und Zivilcourage im Umgang mit Rassismus spielen können.
Eintrittskarten zum Preis von 15 Euro (7,50 Euro für Schüler*innen und Studierende) sind auf www.hilden.de/miteinanderlachen erhältlich.
„Eine ehrenwerte Familie“ – Microphone Mafia: Mehr als nur Musik
Weiter geht es am Dienstag, 24. März, um 18:30 Uhr im Fassraum des Wilhelm-Fabry-Museums, Benrather Straße 32a. „Begeistert“, „beeindruckt“ und „bewegt“ – so beschreiben Besuchende häufig die Konzerte der Microphone Mafia. Seit 37 Jahren stehen Rossi Pennino und Kutlu Yurtseven für eine besondere Mischung aus Musik, Erinnerungskultur und politischem Engagement.
Wenn sie auf Türkisch, Italienisch, Englisch, Deutsch und Kölsch rappen, treffen Widerstand, Poesie und Solidarität aufeinander. Die Microphone Mafia rappt, um gesehen und gehört zu werden – um ihre Geschichten direkt ins Publikum zu tragen.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung auf www.hilden.de/microphonemafia jedoch notwendig.
„Unser Schmerz ist unsere Kraft“ - Neonazis haben unsere Väter ermordet
Ein bewegendes Jugendsachbuch ab 14 Jahren.
Semiya ist vierzehn Jahre alt, Gamze zwanzig, als ihre Väter von der rechtsextremen Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) ermordet werden. Zwei junge Frauen, die in Deutschland aufgewachsen sind, verbindet seither derselbe Schmerz.
In Gedächtnisberichten, Telefonaten und Chats erzählen sie eindrücklich, wie sie die Ereignisse erlebt haben und wie die Morde sie aus ihrem bisherigen Leben rissen. Zugleich berichten sie von der Kraft, die sie gemeinsam entwickeln konnten – eine Kraft, die sie bis heute antreibt: gegen das Vergessen und für eine Zukunft ohne Ausgrenzung.
Ihr Buch stellen die beiden Autorinnen am Freitag, 27. März, um 18:30 Uhr ebenfalls im Fassraum des Wilhelm-Fabry-Museums vor. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung auf www.hilden.de/unserschmerzistunserekraft ist notwendig.
Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus werden in Kürze bekannt gegeben.
