Auch die kreisangehörigen Städte und der Kreis Mettmann testen ab 11 Uhr ihre Warnkonzepte. Dann werden die Sirenensignale zur Warnung der Bevölkerung und zur Entwarnung ausgelöst. Testwarnungen werden zudem über Warn-Apps wie „Nina“, „Katwarn“ und „Biwapp“ für Smartphones geprobt. Getestet wird auch Cell Broadcast, eine Warnfunktion des Bundes, mit Hilfe derer dafür vorbereitete Mobiltelefone auch ohne installierte Programme einen Alarm auslösen.
Im Kreis Mettmann wird das Sirenennetz bereits seit mehreren Jahren modernisiert. Dabei werden auch bestehende Lücken geschlossen, da Sirenensignale nach wie vor als maßgebliche Warnmöglichkeit angesehen werden. „Sirenen wird ein Weckeffekt zugeschrieben. Deren Ton erregt Aufmerksamkeit und weckt die Bewohner*innen gegebenenfalls aus dem Schlaf. Gerade nachts sind im Normalfall Fernseher und Radio ausgeschaltet und das Handy kann lautlos gestellt sein. Der Heulton einer Sirene ist davon unabhängig,“ erklärt Dezernentin Mona Wolke-Ertel.
Der Ausbau der Sirenenstandorte im Kreis Mettmann hat in den vergangenen Monaten Fahrt aufgenommen. Mittlerweile sind 83 von 123 geplanten Standorten fertiggestellt. Im nächsten Bauabschnitt plant die ausführende Firma bis zum 10. Oktober weitere 14 Standorte umzusetzen. Die restlichen noch fehlenden Sireneninstallationen im Kreisgebiet folgen in den Wochen danach. So wird auch die letzte der geplanten 14 Hildener Sirenen voraussichtlich im Herbst dieses Jahres fertig gestellt.
Der Probealarm beginnt mit einem einminütigen Dauerton, der im Ernstfall „Entwarnung“ bedeutet. Danach folgt eine fünfminütige Pause. Anschließend ist ab 11.06 Uhr ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören. Dabei handelt es sich um das eigentliche Warnsignal, welches bei einem echten Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist. Nach einer weiteren Pause schließt um 11.12 Uhr ein einminütiger Entwarnungsdauerton den Probealarm ab.
Die Bürger*innen sollen im Ernstfall bei einer Auslösung der Sirenen geschlossene Räume aufsuchen, Türen und Fenster geschlossen halten und das Radio einschalten. Bei akuten Gefahren werden über Hörfunk (Radio Neandertal und WDR 2) Informationen und Verhaltenshinweise gegeben. Die Bürger*innen werden gebeten, die Notrufnummern 110 und 112 nur in Notfällen zu wählen.
Weitere Informationen zum Warntag und zu den Sirenensignalen gibt es im Internet unter www.warnung.nrw

