Energiemanagementsystem

Die Stadt Hilden baut ein kommunales Energiemanagementsystem (EMS) auf, um den Energieeinsatz in ihren Gebäuden systematisch zu erfassen, auszuwerten und kontinuierlich zu verbessern. Ziel ist es, Energieverbräuche transparent zu machen, Einsparpotenziale zu identifizieren und Maßnahmen wirksam umzusetzen – wirtschaftlich sinnvoll und im Sinne des Klimaschutzes.

Das Projekt "KSI: Einführung Energiemanagement bei der Stadt Hilden" wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. (Förderkennzeichen: 67K26416). 

Das Projekt läuft vom 1. Januar 2026 bis 30. November 2028. 

  • Was ist ein Energiemanagementsystem?

    Ein Energiemanagementsystem ist ein strukturierter und ganzheitlicher Ansatz zur Steuerung des Energieverbrauchs. Es umfasst:

    • klare energiepolitische Ziele
    • definierte Prozesse und Zuständigkeiten
    • Mess- und Controllingsysteme (z. B. Zähler, Kennzahlen, Auswertungen)
    • eine kontinuierliche Überprüfung und Verbesserung der energiebezogenen Leistung

    So wird der Energieeinsatz in kommunalen Gebäuden und technischen Anlagen dauerhaft optimiert.

  • Nutzen für die Stadt Hilden

    Ein funktionierendes EMS bietet der Stadt zahlreiche Vorteile:

    • Kosten senken: Transparente Verbrauchsdaten ermöglichen gezielte Einsparmaßnahmen und reduzieren langfristig Energiekosten.
    • Klimaschutz stärken: Weniger Energieverbrauch bedeutet weniger CO₂-Emissionen.
    • Rechtssicherheit & Förderung: Gesetzliche Anforderungen werden erfüllt, Fördermöglichkeiten können besser genutzt werden.
    • Bessere Entscheidungsgrundlagen: Verlässliche Daten unterstützen Investitionen, z. B. bei Sanierungen oder dem Austausch von Technik.
    • Vorbildfunktion: Die Stadt übernimmt Verantwortung und setzt Impulse für Bürger*innen und lokale Akteure.

    Kurz gesagt: Das Energiemanagementsystem schafft Transparenz, ermöglicht kontinuierliche Verbesserungen und unterstützt zugleich Haushaltskonsolidierung, Klimaziele und die strategische Steuerung der Kommune.

  • Beitrag zur Treibhausgasneutralität

    Der Rat der Stadt Hilden hat am 13.12.2022 beschlossen, die Klimaschutzziele der Bundesregierung für 2045 bis zum Jahr 2035 anzustreben. Die Senkung des Energieverbrauchs ist ein zentraler Baustein auf diesem Weg. Neben positiven Effekten für den Klimaschutz trägt sie auch zur Entlastung des städtischen Haushalts bei und stärkt die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit der Stadt.

  • Warum ein systematischer Ansatz notwendig ist

    Bereits heute liegen zahlreiche Verbrauchsdaten aus vergangenen und laufenden Erhebungen vor. Erst durch ein strukturiertes Energiemanagementsystem können diese Daten jedoch sinnvoll ausgewertet, miteinander verknüpft und für wirksame Entscheidungen genutzt werden. Das EMS schafft die organisatorischen Voraussetzungen, um knappe finanzielle und personelle Ressourcen zielgerichtet und effizient für Energiesparmaßnahmen einzusetzen.

    Die Verwaltung verfolgt daher den systematischen Aufbau und die dauerhafte Verstetigung eines Energiemanagementsystems mit dem Ziel einer späteren Zertifizierung und Rezertifizierung.

  • Kom.EMS – das kommunale Energiemanagement-System

    Die Stadt Hilden nutzt für den Aufbau ihres EMS das Instrument Kom.EMS. Kom.EMS ist ein gemeinsames Entwicklungsprojekt der Energieagenturen aus Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, an dem sich inzwischen auch Nordrhein-Westfalen über die Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate beteiligt.

    Kom.EMS ist ein onlinebasiertes Werkzeug, das Kommunen dabei unterstützt,

    • ihr Energiemanagement anhand transparenter Kriterien zu bewerten,
    • Strukturen und Prozesse zu optimieren,
    • Energieeinsparerfolge dauerhaft zu sichern und auszuwerten,
    • die Wirksamkeit von Maßnahmen und Förderprogrammen zu überprüfen.

    Der ganzheitliche Ansatz bezieht alle relevanten Verwaltungsebenen ein – eine wichtige Voraussetzung für nachhaltige Einsparerfolge. Zusätzlich bietet Kom.EMS die Möglichkeit einer Zertifizierung und öffentlichkeitswirksamen Auszeichnung.

  • Nationale Klimaschutzinitiative

    Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

    (www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie